
Teil 4
Wege zum Unbewußten
Inhalte
Veränderte
Bewußtseinszustände..................................................................... 4.3
Trancephänomene............................................................................................ 4.4
Unspezifischer Sprachgebrauch: Das
Milton-Modell......................................... 4.5
Milton-Modell-Kategorien............................................................................... 4.6
Tranceinduktion: Die
5-4-3-2-1-Technik.......................................................... 4.11
Wesentliche Schritte einer
Tranceinduktion...................................................... 4.12
Dissoziation
Bewußt-Unbewußt...................................................................... 4.14
Bewußt-Unbewußt-Formulierungen................................................................. 4.16
Weitere
Tranceinduktionen.............................................................................. 4.17
Förderung von
Tranceprozessen.......................................................................
4.18
Metaphern / Übung zur Entwicklung
von Metaphern........................................ 4.23
Arbeitsblatt zu Entwicklung von
Metaphern..................................................... 4.24
Übung:
Metapher und Strategie
....................................................................... 4.25

Veränderte Bewußtseinszustände
Trancezustände: Ein Trancezustand ist
ein anderer Bewußtseinszustand als der gewohnte. Gewöhnlich ist der Klient
dabei eher unbeweglich und richtet die Aufmerksamkeit nach innen auf eine
innerlich abgerufene oder erzeugte Erfahrung.
Hypnose ist die Kunst
oder Wissenschaft, einer anderen Person beim Erreichen eines veränderten Bewußtseinszustandes
behilflich zu sein. Eines der Hauptwerkzeuge ist dabei die Sprache.
Definitionen veränderter Bewußtseinszustände:
1. Jeder beliebige Bewußtseinszustand, der sich von deinem
gewohnten Zustand unterscheidet.
2. Ein Bewußtseinszustand, in dem deine Aufmerksamkeit so
intensiv auf ein Objekt oder
einen Prozeß gerichtet ist, daß jede andere Wahrnehmung
ausgeblendet ist.
3. Aktivität der nicht-dominanten Hirnhemisphäre
4. Ein Bewußtseinszustand, bei dem die Aufmerksamkeit nach
innen gerichtet ist.
Beobachtbare Anzeichen für veränderte
Bewußtseinszustände (Trance-Signale):
1. Muskeltonus:
Entspannung der Muskeln (vor allem Gesicht, Nacken, Schultern, Hände)
2. Vergrößerung
der Pupillen (“starrer Blick”)
3. Atmung:
verlangsamt, ruhiger, gleichmäßiger, mehr Bauchatmung.
4. Verlangsamter
Puls (evtl. sichtbar an Hals oder Schläfe)
5. Reflexe wie
Lidschlag oder Schlucken verlangsamen sich oder verschwinden
6. Augen tränen
7. Änderung der
Hautfarbe an Wangen und Hals
8. Körperbewegungen
verlangsamen sich, der Körper erscheint unbeweglich
Wahrnehmungen bei veränderten Bewußtseinszuständen:
1. Gefühl von
Leichtigkeit in Kopf, Nacken, ganzem Körper
2. Kopfsausen;
ruhiges, angenehmes Gefühl
3. verlangsamter
Herzschlag und Atmung
4. Kribbeln und Pulsieren
in Fingern / Zehen
5. Dissoziiertes
Körpergefühl

Trancephänomene
(nach M. Friedrich)
Trancephänomene sind uns aus dem Alltag bekannt. Wenn man jemanden in Trance versetzen will, dann verlangt man nichts von ihm, daß er noch nicht kennt, sondern man verlangt etwas, das ihm aus seinem täglichen Leben bekannt ist. In der Hypnose treten diese Trancephänomene gemeinsam auf und werden so organisiert, daß sie einem bestimmten Zweck dienen.
Trancephänomene werden durch unsere Anpassungsfähigkeit im Verhalten und in der Wahrnehmung erzeugt. Wir sind fähig, Sinneswahrnehmungen, Gefühle, Handlungen, Zeiterleben, Gedächtnis usw. selbst zu schaffen, zu verzerren oder zu löschen. Diese Fähigkeiten sind die Bausteine der Trance.
Daher kann man Trancephänomene in drei Gruppen organisieren:

I. Erlebnis schaffende Phänomene
a) Positive Halluzinationen (visuell,
auditiv, kinästhetisch, gustatorisch, olfaktorisch)
b) Altersregression
c) Posthypnotische Suggestionen
d) Automatisches Schreiben und Zeichnen

II. Löschphänomene
a) Negative Halluzinationen
(visuell, auditiv, kinästhetisch, gustatorisch, olfaktorisch)
b) Amnesie
c) Anästhesie

III. Verzerrende Phänomene
a) Zeitverzerrung
b) Analgesie
c) Hypermnesie
Es können auch in der ersten und zweiten Gruppe Verzerrungen vorkommen.

Unspezifischer Sprachgebrauch:
Das Milton-Modell
Das
Milton-Modell ist in sprachlicher Hinsicht die genaue Umkehrung des
Meta-Modells.
Während
wir beim Meta-Modell spezifische Sprache trainieren, liefert das Milton-Modell
die Anleitung zum unspezifischen Sprachgebrauch. Die unbestimmten
Ausdrucksformen, die wir mit Hilfe des Meta-Modells hinterfragen, nämlich
Tilgungen, Generalisierungen und Verzerrungen, sind genau die Sprachformen, die
wir im Milton-Modell gezielt einsetzen.
Das Ziel bei der Anwendung des Meta-Modells ist, präzise und spezifische Informationen zu sammeln (weg von der Oberflächenstruktur und hin zur Tiefenstruktur der Sprache und des Erlebens). Damit können verlorene Informationen und Erfahrungen “wiederentdeckt” werden. In anderen Worten: Es geht hier vor allem um Bewußtwerdungsprozesse.
Ganz anders im Milton-Modell. Es liefert uns vielfältige Möglichkeiten, Sätze voller Tilgungen, Verzerrungen und Verallgemeinerungen zu bilden. Der Zuhörer muß dann die fehlenden Informationen selber finden und für das Gehörte eine geeignete Bedeutung entwickeln.
Das Verwenden unspezifischer Sprachformen zielt darauf ab, einen Trancezustand zu induzieren und aufrechtzuerhalten, um so das gegenüber mit den versteckten (=unbewußten) Ressourcen seiner Persönlichkeit in Kontakt zu bringen.
Beiden Herangehensweisen ist letztlich gemeinsam, “vergessene” oder “unbewußte” Erfahrungen und Ressourcen wieder zugänglich zu machen. Lediglich der Weg dorthin ist gegensätzlich.
Unterscheidung:


Meta-Modell Milton-Modell
Weg: Weg:
spezifische Sprache unspezifische
Sprache
Informationen sammeln Informationen weglassen
bewußt werden in Trance
gehen
Ziel: Ziel:
“vergessene” Erfahrungen unbewußte
Ressourcen
zugänglich machen zugänglich
machen
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Milton-Modell-Kategorien
1. Tilgungen
1.1. Nominalisierungen

"Wir
wissen, da gibt es diese Schwierigkeit in deinem Leben, die auf
eine Lösung wartet.
Und
wir wissen noch nicht, welche deiner persönlichen Fähigkeiten du
benutzen kannst,
um das zu klären - aber du kannst
durch den Fundus deiner Erfahrungen gehen, um diese
Quelle von Möglichkeiten
zu finden."
1.2. Unvollständig spezifizierte Verben
Denken, merken, wahrnehmen, wissen, erinnern, erkunden, sich bewußt werden, erfahren, verstehen, lernen, lösen, ausprobieren, verändern, vergessen, usw.
"Du kannst neugierig sein ... dich
überraschen lassen ... (worauf? wovon?). Du kannst aktiv
Kontakt haben (womit?). Du kannst
dich konzentrieren (worauf?)."
1.3. Komparative und Superlative

"Und du gehst immer tiefer in Trance
und dein Unbewußtes wird sich immer bewußter über
eine angenehmere Lösung, während dein
Bewußtsein noch nicht weiß, was für dich das
Beste ist."
1.4. Fehlender Bezug: "klar" und
"offensichtlich"
Jemand, man, irgend-wie, -wo, -wann, -wen, -was,
usw.
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"Und
du kannst auf diese ganz bestimmte Empfindung achten. Es ist ein
Lernen. Man kann
sich über gewisse Erinnerungen
freuen und dabei alles irgendwie anders erleben."
1.5. / 1.6.
Modaloperatoren der Notwendigkeit und Möglichkeit

"Und
du darfst dir ganz die Zeit nehmen, die du dafür brauchst ... und
magst du es einmal
deinem Unbewußten überlassen, die
geeignetste Auswahl zu treffen? Vielleicht solltest du
es dir ermöglichen, noch
einmal darüber zu schlafen ... jeder hat zu lernen und muß
gewisse Erfahrungen machen, zur
rechten Zeit ... und man muß dazu nicht immer in Trance gehen - du kannst in Trance
sitzen oder stehen oder liegen und kannst dir ganz auf deine
Weise erlauben, das alles
einfach zu erleben und kannst diese Art zu lernen weiterhin
genießen."
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2. Generalisierung
2.1. Universalquantoren: alle, jeder, immer, nie, niemand,
keiner, nichts usw.

"Jeder
kann in Trance gehen - und unter all diesen Möglichkeiten seine Wahl
treffen.
Keiner
kann es vorher wissen - und doch mit Hilfe jeder einzelnen Erfahrung
kannst du
immer aktiver in Kontakt
kommen mit dir selbst, mit allem, was dir ganz zur Verfügung
steht."
2.2. Allgemeine Urteile: es ist falsch, es ist gut, es ist
schlecht, es ist verrückt,
es ist richtig, usw.

"Es
ist gut, einfach loslassen zu können - und unglaublich einfach, in
Trance gehen zu
können ... wobei es gleichgültig
ist, wie weit das geht ... und im Moment ist (es) nur
wichtig, das aktiv
wahrzunehmen ... und alles braucht seine Zeit."
2.3. Unterstellungen, Vorannahmen
Der
Sprecher stellt einen Nebenaspekt in den Fokus / Vordergrund. Die eigentliche,
auf ein Prozeßziel orientierte Botschaft tritt dabei zurück, so daß sie kaum
überprüft bzw. nicht in Frage gestellt wird. Man verwendet dabei
F Adverbien und Adjektive
F der Zeit:
Schon,
immer noch, bevor, nachdem, weiterhin, beginnen, beenden, fortfahren, bereits,
nicht mehr, erst dann, nicht
bevor, usw.; auch mehrdeutige Worte wie "sobald",
"wenngleich",
"gleichgültig".

"Bist
du schon bereit, noch etwas tiefer zu gehen? Sobald du
damit fortfährst, mit
jedem Ausatmen weiterhin
auf diese ganz bestimmte Empfindung zu achten, hat dein
Unbewußtes bereits begonnen,
ein weiteres Erlebnis bereitzustellen."
F als
Kommentare:
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“glücklicher-, notwendiger-,
interessanterweise kannst du ...
erfreulich, verständlich,
bedauerlich, interessant, daß ...”
F als
Komparativ
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"Welche Hand ist wohl tiefer
in Trance und welche leichter?"
F Aufmerksamkeitsprädikate:

"Hast
du schon diese ganz bestimmte Empfindung bemerkt? Wußtest du, wie
leicht
diese Hand in Trance gehen
kann? Wann wirst du entdecken, wie die andere Hand sich
bewegen kann ..."
F Reihenfolgen:
"Welcher Teil deines Körpers
wird dann zuerst aufwachen?"
F oder:
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"Sind
es deine Füße oder deine Hand? Wirst du die Augen öffnen und dann den
ganzen
Körper aktivieren oder
dich zuerst strecken und dann ganz da sein?"
F zeitbezogene
Nebensätze:
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"Du
kannst ruhig sitzen oder dich bewegen und vielleicht genüßlich räkeln, während
du hierher zurückkehrst."
F Vergangenheits-,
Gegenwarts- und Zukunftsformen:
"Eines
Tages wirst du mit wirklicher Genugtuung feststellen können, daß dir das
ganz
geläufig geworden ist."
3. Verzerrungen
3.1. Ursache und Wirkung
"Wenn
du hier so sitzt, (dann) kannst du deine Aufmerksamkeit nach innen wenden
... und
während du den Klang meiner
Stimme hörst, kannst du damit fortfahren, mit jedem
Ausatmen weiter loszulassen, weil
es dir so einfach möglich ist, Dinge angenehm gehen zu
lassen ... und das lernen,
ganz auf deine Weise ... dieses Lernen macht, daß du alles mitbekommst, was du brauchst ... indem
dein intuitives Wissen die Auswahl trifft, bereitet
es gleichzeitig all die weiteren
Schritte vor"
3.2. Gedankenlesen
"Du bist neugierig darauf, was
dieses Lernen dir bringen wird. Und du weißt nicht, was
die nächste Minute dir bringen wird
... aber gleichzeitig weißt du, daß du noch mehr kennenlernen wirst ... wenn du dich an eine frühere Tranceerfahrung erinnerst,
fällt dir ein
ganz bestimmtes Erlebnis ein ...
ein ganz bestimmtes Detail."
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4. Weitere Milton-Modell-Muster
4.1. Eingebettete Fragen
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“Irgendwas
wird dir dabei klarer (?)"
4.2. Indirekte Fragen
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"Und ich frage mich, was du als nächstes tun
willst (?) - und überlege, wie du das am
einfachsten anpackst."
4.3. Beiläufige
Aufforderungen

"Magst du `mal nachschauen, was noch wichtig ist?
Macht es dir was aus, kurz noch
einmal zusammenzufassen?
Du hast doch nichts dagegen, wenn ich dir eine kleine Aufgabe mitgebe, nicht?!"
4.4. Negation

"Du mußt dir nicht merken, was ich dir gesagt habe;
es ist auch nicht unbedingt
erforderlich, zu Hause etwas zu
lesen. Man benötigt keine Sammlung von Hypnosebüchern
und Zeitschriftenartikeln."
4.5. Nicht-Wissen
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"Ich weiß nicht, für die Lösung welchen Problems du
eingehendere Informationen
brauchst. Ich verstehe es noch
nicht so genau."
4.6. Nicht-Können
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"Ich finde keine treffende Bezeichnung für dieses
Problem."
(Aufforderung: Bemühe du dich!)
4.7.
Ambiguität/Doppeldeutigkeit
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"Du horchst vielleicht auf die ersten Anzeichen einer tieferen
Ruhe senkt sich auf dich herab."
4.8. Einstreuen und
analoges Markieren
Einstreuen
bestimmter Wörter oder Sätze mit therapeutischen Implikationen, wobei diese
Worte gleichzeitig durch nonverbale Akzentuierungen markiert bzw.
hervorgehoben werden.
4.9. Metaphern,
Gemeinplätze, Wortspiele, Zitate
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"Und er sagte: Das kannst du besser, als du dachtest."

Tranceinduktion
Die 5-4-3-2-1-Technik
Passe deine Sprechgeschwindigkeit dem Atemrhythmus deines
Partners an und verlangsame sie behutsam, um einen entspannten Zustand zu
erreichen.
Sei kongruent in deiner Kommunikation. Wenn du
beispielsweise davon sprichst, tiefer in Trance
zu gehen, laß auch deine Stimme dabei tiefer werden.
Nenne
fünf Erfahrungen, die auf jeden Fall jetzt im Erleben des Klienten vorhanden
sind. Knüpfe daran eine
Suggestion / Erfahrung, von der du möchtest, daß sie sich
entwickelt (Prinzip des Pacens
und Leadens).
Z.B.: “Du siehst, wie dieser Raum
aussieht, und während du meiner Stimme zuhörst,
kannst du auch die Berührung
deiner Beine mit dem Stuhl spüren und die Stellen, wo
dein Rücken die Lehne berührt,
während er sich leicht in deinem Atemrhythmus
bewegt und du dich mehr und
mehr entspannst.”
Nenne dann vier sinnesspezifische Erfahrungen,
die auf jeden Fall vorhanden sind,
anschließend zwei Suggestionen
/ Prozeßinstruktionen (erwünschte Erfahrungen);
Dann drei vorhandene und drei
erwünschte Erfahrungen;
dann zwei vorhandene und vier
erwünschte;
dann eine vorhandene und fünf
erwünschte
bis du schließlich nur noch über das
erwünschte innere Erleben sprichst.
Achte auf das nonverbale Feedback. Wenn deine
Worte nicht zum Erleben der Person zu passen scheinen, kannst du jederzeit zum
Pacing zurückkehren.
Falls äußere Störungen auftauchen, baue sie sprachlich ein.
(Beispielsweise bei Flugzeuglärm: “...und genau, wie ein
Flugzeug seine Passagiere schnell ans gewünschte Ziel bringt, können sich deine
Erfahrungen in diesem Zustand auf eine überraschende Art neu organisieren, so
daß du deine Ziele noch besser erreichen kannst und...”)
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Wesentliche Schritte einer an Erickson orientierten
Tranceinduktion
(Nach B. Trenkle)
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1. Orientierung auf die Trance
Vorschläge
für Körperhaltung und der psychischen Einstellung; Gespräch über
Vorannahmen, was Hypnose und Trance
ist; Erwartungen, was man in Trance erlebt und
was mit Hypnose therapeutisch
erreicht werden kann; Erfahrungen mit Trancezuständen
im Alltag.
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2. Fixieren der Aufmerksamkeit und Rapport
Pacing
und Leading (Yes-Set) als Standardmöglichkeit; Fixationsmethode; Verwendung
von spannenden Formulierungen, z.B.
mit typischen Redewendungen des Klienten.
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3. Aufbau der Bewußt-/Unbewußt-Dissoziation
Die
Aufmerksamkeit des Klienten wird dissoziiert, wobei gleichzeitig Informationen
über unterschiedliche Funktionsweisen
des bewußten und unbewußten Denkens angeboten
werden.
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4. Ratifizierung und Vertiefung
Die schon
eingetretenen körperlichen Veränderungen durch beginnende Entspannung und
Trance werden dem Klienten
zurückgespiegelt (Blinzeln, Schlucken, entspannte
Muskulatur oder Atmung,
Lidflattern, usw.). Dies kann wieder in Form eines Yes-Set
geschehen, wobei die
Leading-Formulierungen in Richtung Trancevertiefung gehen.
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5. Fördern eines therapeutischen Lernkontextes
Zur
weiteren Vorbereitung der eigentlichen therapeutischen Arbeit werden die
Klienten an erfolgreiche frühere
Lernerfahrungen erinnert. "Wie oft hast du in der Kindheit gedacht:
`Das schaffe ich nie´ - und kurze Zeit
später war es kein Problem mehr". (Lesen-/
Schreiben-Lernen, Radfahren,
Autofahren, usw).
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6. Nutzen der Trance bzw. Trancephänome für Therapie/Veränderung
Hier
findet die eigentliche therapeutische Arbeit statt. Je nach therapeutischer
Orientierung
und Ausbildung kann sich dies sehr
unterscheiden (Kognitive Therapie; direkte oder
indirekte Suggestionen; Metaphern;
Arbeit mit Trancephänomenen wie Altersregression, Zeitverzerrung, Dissoziation, usw).
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7. Zurückorientierung auf den Wachzustand
Standard:
Yes-Set unter Einbeziehung der äußeren Realität. Trancephänomene, die
induziert wurden (z.B.
Altersregression) sollten wieder aufgehoben werden. Am Anfang
der Reorientierungsphase können
auch Trancephänomene wie posthypnotische Suggestion oder Amnesie genutzt werden.

Dissoziation Bewußt - Unbewußt
(nach H. Riebesam)
Ø Während du
weiterhin bequem im Sessel sitzt, braucht dein Bewußtsein nicht zu
beobachten, wie
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bestimmte
Muskeln deines Körpers sich mit jedem Ausatem tiefer und tiefer entspannen.
Ø Ich weiß
nicht, wieviel dein Bewußtsein dennoch schon mitbekommen hat, wie tief dein
Körper sich bereits entspannt hat,
und wie du weißt,
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kann
dein Unbewußtes in diesem veränderten Zustand eine Menge lernen.
Ø Dein Bewußtsein
hört und versteht meine Worte,
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während
dein Unbewußtes auch Unausgesprochenes versteht und für dich nutzen kann.
Ø Es ist
jedoch nicht notwendig, daß dein Bewußtsein mir aufmerksam zuhört,
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denn
dein Unbewußtes hört mich in jedem Fall und weiß, was davon für dich brauchbar
ist.
Ø Während
also dein Bewußtsein seine Aufmerksamkeit ganz langsam von einem Punkt
deines Körpers - sagen wir, vom
Handrücken deiner linken Hand - ganz langsam über das
Handgelenk, den Unterarm und den
Oberarm ganz langsam bis zur linken Schulter
wandern lassen kann,
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ist
dein Unbewußtes schon seit einiger Zeit damit beschäftigt, nach etwas zu
suchen, was
dir
helfen wird.
Ø Dein
Bewußtsein hat da vielleicht noch Zweifel,
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aber
dein Unbewußtes hat Fähigkeiten, von denen dein Bewußtsein noch gar nichts
weiß.
Ø Und während
dein Bewußtsein noch eine Menge Details wissen möchte,
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versteht
dein Unbewußtes schon den gesamten Zusammenhang.
Ø Dein
Bewußtsein ist sehr gut in der Lage, deine Situation zu analysieren,
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und
zur gleichen Zeit sucht dein Unbewußtes
schon nach neuen kreativen Möglichkeiten,
um deine Situation zu verändern.
Ø Nun kannst
du dein Bewußtsein reisen lassen, wohin es will, an einen schönen Ort, einen
Ort der Ruhe, einen Ort der
Erholung, einen Ort, um neue Kräfte zu sammeln,
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während
dein Unbewußtes weiter für dich sorgt wie eine gute Mutter, ohne daß du etwas
davon zu bemerken brauchst.
Ø Und während
du noch zweifelst, ob du [die
Prüfung bestehst/mehr Selbsicherheit gewinnst o.ä.]

hat
dein Unbewußtes schon längst alle Vorbereitungen getroffen, so daß dir alle
Gelassenheit und all dein [Wissen /
Fähigkeiten / Sicherheit] zur
richtigen Zeit zur Verfügung
steht [gestanden
haben wird].

Bewußt-Unbewußt-Formulierungen
(nach Lankton / Lankton 1983)


(Denken) wort
analysiert während intuitiv
aufnimmt
hört meine Worte und tut
etwas anderes
denkt an eine Sache genauso wie arbeitet
an vielem gleichzeitig
hat vielleicht Zweifel und gleich- beginnt
Neues
zeitig
kategorisiert bevor den
Kontext versteht
ist am Aktuellen und schaut
in die Zukunft
interessiert
wundert sich vielleicht weil soviele
Ressourcen
erinnert
läßt sich leicht ablenken obwohl gerade
viel lernt
denkt nur an Trancetiefe während in
Richtung Ziel geht
kann spazieren gehen um spielerisch
arbeiten
zu
lassen

Weitere Trance-Induktionen
Eine sehr einfache und dennoch
wirkungsvolle Trance-Induktion besteht darin, eine vorausgegangene
Tranceerfahrung zu reaktivieren. Dies können "offizielle"
Trancezustände gewesen sein oder auch Alltagstrancen aller Art ("Gab es
einmal eine Situation, in der du dich so auf eine Sache konzentriert hast, daß
du alles rings um dich vergessen hast?" u.ä.).

1) Bitte den Klienten, sich an eine
vorausgegangene Tranceerfahrung zu erinnern und
führe ihn hinein.
2) Bitte nun den Klienten, dir diese Erfahrung
zu schildern. Achte auf die Schlüsselworte,
die der Klient bei der
Schilderung verwendet (eventuell notieren). Schon während der
Schilderung wird der Klient
immer wieder leichte Tranceanzeichen zeigen. Jedes Sich-
Vergegenwärtigen setzt ein
Rekativieren der Erfahrung voraus.
3) Führe nun den Klienten in eine tiefere
Trance, indem du Worte und Begriffe des
Klienten verwendest.
4) Anschließend Prozeßinstruktionen usw.
Auf einem indirekten Aktivieren
verausgegangener Tranceerfahrungen beruht die "Als-ob-Methode":

1) Bitte den Klienten "Tu mal so, als
wärest du in tiefer Trance!"
2) Frage den Klienten nach Details dieser
Als-ob-Erfahrung. Bleibe dabei zunächst im
Konjunktiv: "Wenn du in
(tiefer) Trance wärst, wie würdest du dasitzen/liegen? Wie
würde dein Atem gehen?"
usw. Gerade Fragen nach scheinbar unbedeutenden Details
können die Trance häufig sehr
vertiefen.
3) Wechsele allmählich in den Präsens über:
"Wenn du in (tiefer) Trance wärest, wie
fühlen sich da deine
Schultern an?" o.ä., bis du mit der Zeit nur noch im Präsens
sprichst und für den Klienten
aus einer Als-ob-Erfahrung eine "reale Erfahrung"
geworden ist.
4) Anschließend Prozeßinstruktionen usw.

Förderung von Tranceprozessen
(In dieses Arbeitsblatt sind
Anregungen und Informationen
von Ortwin Meiss und Pierrrette
Müller mit eingeflossen)
1.
Trance als Biofeedback: Die Worte des Klienten benutzen und Atem-Pacen
In gewisser Weise kann Trance als ein interaktioneller
Biofeedback-Mechanismus angesehen werden, bei dem der Output des Klienten durch
den Begleiter auf ihn zurückgespiegelt wird mit dem Ergebnis, daß die
Fokussierung nach innen und damit die Trancephysiologie immer mehr zu nimmt.
verbal: die Worte des Klienten
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nonverbal: Atem-Rhytmus etc.
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Klient Therapeut
Atem-Pacen und nonverbales Leaden
spez. und unspezifische Prozeßinstruktionen
Verwendet der Begleiter die Worte des Klienten,
wird für ihn der Weg in die Trance nahezu unwiderstehlich. Auch während einer
tiefen Trance kann der Begleiter fast immer den Klienten mit unspezifischen
Fragen wie “Was ist jetzt deine Erfahrung?” verbales Feedback einholen, um die
gewonnen Informationen wörtlich zurückzumelden.
Ein andere Möglichkeit besteht darin, den Klienten vor der
(ofiziellen) Trance zu bitten, einen schon erlebten Trancezustand zu
beschreiben und/oder ihn aufzufordern, mitzuteilen, wie er sich eine tiefe Trance
vorstellen würde, was er glaubt, dabei zu erleben.
Auf nonverbaler Ebene ist das Atem-Pacen eine
der wichtigsten Rückmeldungen, die den hypnotischen Prozeß intensivierenden
Schleifen initiieren.
2. Tempo ver l a n g s a m e n
Das normale Sprechtempo ist in der Regel zu schnell, als
daß man das Gesagte intensiv mit innerem Erleben nachfühlen kann (und wenn
doch, sind wir für einen Moment abwesend und “nicht bei der Sache”). Trance ist
primär ein Erleben und nicht abstraktes Denken. Verlangsamen sowohl des
Sprechtempos als auch der inhaltlichen Abläufe (auch in Richtung Zeitlupe
und/oder Zeitlosigkeit) intensivieren das Tranceerleben.
3. Sowohl-als-auch-Logik
Im “normalen” Wachbewußtsein neigen wir dazu, in analytisch
geprägten Entweder-oder-Kategorien zu denken und zu fühlen (etwas befindet sich
entweder innen oder außen, ist klein
oder groß, ist kontrollierend oder hingebungsvoll).
Werden (scheinbare) Widersprüche gemeinsam und synchron präsentiert, verwirren
sie das Wachbewußtsein eher und erst der Wechsel in einen veränderten
Bewußtseinszustand verleiht ihnen Sinn.
4. “Es-Sprache” und
Bewußt-Unbewußt-Dissoziation
Eine Sprache, in der das Subjekt getilgt ist, fordert das
Erleben autonomer und ideomotorischer Prozesse. Das Ich und das Wachbewußtsein
erleben sich zunehmend dissoziiert vom “eigentlichen Geschehen” und so kann
sich beim Lesen dieser Zeilen ganz von alleine ein tiefes Verständnis der
Wirksamkeit der Es-Sprache ausbreiten...
Eine besonders wichtige Form der Es-Sprache ist die Bewußt-Unbewußt-Dissoziation (siehe
entsprechende Arbeitsblätter).
5. Ratifizieren und Inkorporieren
Die tranceverstärkende Wirkung des Ratifizierens von
(nonverbalen) Trance-Anzeichen (“Gut so”, “hm” usw.) beruht auf dem oben
angesprochenen Feedback-Mechanismus. Gleichzeitig ist es rapportverstärkend,
der Klient fühlt sich bewußt oder unbewußt wahrgenommen, wodurch Gefühle von
Sicherheit und Vertrauen wachsen.
Inkorporieren
(das Ansprechen von Reaktionen, die auf innere und äußere Störungen
hinweisen können) führt darüber hinaus noch zu einer Umdeutung der Situation.
Alles wird als die Trance fördernd umgedeutet. Es gibt nichts, was nicht in
Trance führt.
6. Yes-Set
Wird eine Anzahl von Aussagen, denen der Klient unbedingt
zustimmen muß, aneinander gereiht, so ist die wahrscheinlichkeit groß, daß er
auch einer weiteren, nicht verifizierbaren Aussage zustimmt. Ein Beispiel für
die Anwendung des Yes-Sets ist die 5-4-3-2-1-Induktion.
Doch auch in jeder anderen Kommunikationssituation können Yes-Sets verwendet
werden
7. Sprachmuster / Milton-Modell
Die folgenden Beispiele können als Anregung dienen, wie
Trancesprache zu bestimmten Phasen und Themen einer Trance verwendet werden
kann.
m Erteilen von Erlaubnis

...
Erlaube dir, die für dich angenehmste
Körperhaltung einzunehmen
... und wann immer du willst, kannst du deine
Haltung verändern, so daß es noch
angenehmer und
entspannender wird
... so daß du dir immer mehr erlauben kannst, genau deinen Weg zu
finden, in eine
Trance zu gleiten,
schnell oder langsam, tiefer oder vielleicht sogar höher und dann
wieder tiefer, und du dir
sogar erlauben kannst, daß es wie von alleine geht
... und du brauchst dabei gar nichts zu tun,
sondern du erlaubst deinem Innern / Unbewußten,
ganz von alleine sich daran zu erinnern, wie du in Trance gehst
m Gefühle von Geborgenheit,
Sicherheit und Vertrauen fördern

... du fühlst, wie dein Rücken von der Lehne
(Unterlage) gehalten wird, wie dein ganzer Körper
(die Füße) vom Boden getragen wird, sicher und fest, was dir ein Gefühl von Geborgenheit,
Sicherheit und Vertrauen gibt
... während du, vielleicht ohne es bewußt
wahrgenommen zu haben, die ganze Zeit entspannt geatmet hast, und dieses
Wissen, daß du atmest, auch wenn du mit ganz anderen Dingen beschäftigt bist, ja
selbst, wenn du in eine tifere Trance gleitest, läßt bewußt oder unbewußt ein Gefühl tiefen
Vertrauens entstehen
... und du kannst deinem Inneren vertrauen,
genau die richtige Weise zu finden, dich zu entspannen
... und so mögen noch manche Gedanken und
Empfindungen das Bewußtsein stören, während dein Unbewußtes in seiner
wohlwollenden Art begonnen hat, sich mit dem Wichtigen zu beschäftigen, ohne daß es
weiter ... und es weiß ganz genau, was es mit Leichtigkeit
ignorieren kann und sogar nutzen, dich auf für dein Bewußtsein überraschende
Art und Weise noch tiefer in Trance zu führen
... und so hast du vielleicht nicht erwartet,
daß sich Wohlbefinden bereits woanders ausgebreitet hat, während dein
Bewußtsein noch mit manchem beschäftigt gewesen wa(h)r-scheinlich
läßt du dich jetzt von dem Wohlbefinden in deinem Körper anziehen, wo auch immer du es
jetzt leicht und besonders gut wahrnehmen kannst du es in deinen Zehen
eher als in deinen Fingern spüren? Oder mehr in den Armen oder Beinen?
oder vielleicht ganz innen? usw.
m Suggestion
veränderter Sprache
... und
ich weiß nicht, ob dein Bewußtsein meinen Worten zuhört, oder jetzt schon einfach
geschehen läßt, weiß dein Unbewußtes das Richtige mit meinen Worten, die dich in Trance
begleiten, anzufangen, sie auf die passende Art und Weise zu verändern,
denn dein Unbewußtes weiß, welcher Sinn sinnvoll ist, und es ist sinnvoller, daß dein Unbewußtes
auch Worte verändern kann ... überraschende Veränderungen vielleicht
... Vielfalt an Bedeutungen ... Fraben ... Formen ... Klänge ... die
Kreativität deines
Unbewußten läßt dich Worte, Gefühle und Erfahrungen auf neue Art anders erleben
... denn dein Unbewußtes kennt deine ganz
besonderen Wünsche ... deine Ziele ... deine Absichten ... und versteht es, neue
Veränderungen, gesündere und nützlichere, zu erreichen
m Tilgung
störender Faktoren

... du gehst mit deiner Aufmerksamkeit nach
innen und nimmst bewußt oder unbewußt die
Ruhe, Sicherheit und kreative Gelassenheit deines Unbewußten wahr, so daß dich alles andere um
dich herum gleichgültig werden läßt ... Geräusche entfernen sich ... und
können dir sogar helfen, noch tiefer in Trance zu gehen
m Ratifizieren
und Inkorporieren

Bewegungen:
... und möglicherweise weisen Fingerzeige (wenn
sich Finger bewegt) auf eine bisher verborgene Lösung hin
...
und selbst kleine bewegende Erfahrungen
können die Trance vertiefen und überraschenderweise Veränderungen
bewirken
... und du weißt: es bewegt sich was in deinem
Leben (“und sie bewegt sich doch!”)
... und vielleicht läßt sich ein Teil deines
Inneren bewegen,
... auch Erschütterungen können heilsam sein

Augenbewegungen
(zb Lidzittern):
- Meist Zeichen von visueller Aktivität,
daher Worte benutzen wie “Sichtweise”,
“mit einem
Mal siehst du, was du lange gesucht hast” usw.

Emotionen
- Grundsätzlich Akzeptieren und Bejahen
(Erlaubnis ist wichtig), dann Prozeßinstruktionen anschließen wie
... und je intensiver du diese scheinbare
negativen Gefühle wahrnimmst, umso näher rückt die
Lösung / eine wichtige Erkenntnis / der Beginn einer überraschenden
Wandlung und du nimmst die Ge-Fühle die
beginnende Veränderung!
- Bei Tränen ist die Verwendung von
Metaphern zu Fließen, Regentropfen (Reinigungsprozeß) usw. günstig

Verspannung:
... und vielleicht nimmst du deine Hand /
Stirnrunzeln / Faust etc. wahr, und dein Unbewußtes weiß über die Bedeutung und
Lösung
... und manche Lösungen können spannend sein

Geräusche
von außen:
- nur ansprechen, wenn du beim Klienten eine
nonverbale Reaktion wahrgenommenhast (denn
sonst wird erst die Aufmerksamkeit nach außen gelenkt!)
... und die Geräusche lassen eine wichtige
Erinnerung o.ä. in dir anklingen
... und gerade wenn du die Geräusche / Stimmen
um dich herum wahrnimmst, weißt du, wie
tief, sicher und geborgen du dich hier fühlen kannst
... und es fällt schwer, sich wirklich auf die
äußeren Geräusche zu konzentrieren sich deine
Gedanken wieder auf das wirklich Wichtige und alles andere verliert an Bedeutung

Ende
/ Integration / Abschluß / Weiterentwicklung
- Wichtig ist hier, die Trancestimme wieder
in eine Wachstimme überzuführen (meist höher
und schneller mit mehr Tonus)
... und während du dich langsam aus der Trance löst,
und du die weitere Entwicklung deinem
Unbewußtsen überläßt, wirst du jetz langsam wach, während in
deinem Bewußtsein
bereits ein Symbol für die Veränderungen auftaucht, die bald stattgefunden
haben werden
Metaphern

Metaphern sind
Geschichten, bildhafte Vergleiche oder Sinnbilder, mit denen einem Zuhörer in
indirekter Form Botschaften mitgeteilt werden können. Metaphern
können aus folgenden Bereichen stammen: Sprichwörter, Berufswelt, Hobbys,
Tierwelt (Fabeln), Geschichten, Märchen, Parabeln, Mythen, Vergleiche,
Analogien. Metaphern sind Teil des
Milton-Modells.
Märchen und Geschichten zu erzählen ist eine
wirkungsvolle verbale Strategie. Gute Kommunikatoren erzählen die ganze Zeit
Geschichten. Mit Metaphern ist es möglich, indirekt zu agieren: Probleme
anzusprechen, Ziele zu nennen und Lösungen vorzuschlagen, ohne daß dies direkt
angesprochen wird. Metaphern geben sich sanft und können eine enorme Sprengkraft
haben.
In
NLP werden Metaphern bewußt eingesetzt und ihr Einsatz geübt. Dies reicht vom
Einsatz metaphorischer Vergleiche (”In dieser Organisation zu arbeiten ist wie
von einer Insel zu einer andern zu hüpfen”) und metaphorischen Äußerungen (z.B.
wird zur Äußerung: ”NLP ist eigenartig” gesagt: ”Bevor die Schwalben nach Süden
fliegen, suchen sie aufgeregt ihren Schwarm”) bis hin zu komplexen Metaphern
zur Lösung von Problemen. Dabei wird eine Problem-Struktur mit einer
erwünschten Lösung in eine Metapher übersetzt. Wesentlich ist, daß das
Unbewußte sich angesprochen fühlt und für Veränderung motiviert werden
kann. Es kann auch eine Trance mit
Metaphern eingeleitet werden, eine andere Möglichkeit ist die Arbeit mit
Zitaten - ein Kollege / Freund, etc. erzählte mir kürzlich eine kleine
Geschichte, oder eine Geschichte in einer Geschichte sind Varianten, über das
Erzählen Botschaften in annehmbarer Form zu vermitteln.
Übung zur
Entwicklung von Metaphern
1. A findet einen Zustand, den er verändern
möchte und findet dazu einen entsprechenden
Zielzustand,
den er stattdessen erreichen möchte.
B befragt nun A anhand der Liste (s.
Arbeitsblatt) zunächst zum Ausgangszustand:
”Wenn dieser Zustand, diese Problem,
dieses Gefühl......(hier die entsprechenden Begriffe
der Liste einsetzen).......
wäre, welche Art von ..... (z.B. Landschaft) ... wäre es dann ?
Findet fünf bis zehn oder mehr Metaphern
für diesen Zustand und geht diese Schritte anschließend
genauso mit dem Zielzustand durch.
2. B erfindet nun mit den gefundenen Begriffen eine
Geschichte. Er beginnt mit der
Ausgangssituation und leitet dann
innerhalb der Geschichte mit den entsprechenden Metaphern elegant in den Zielzustand über.
3. Die Überführung von dem einen in den anderen
Zustand kann auf unterschiedlichste Weise geschehen:
-
ein fliegender Teppich erscheint
-
die Hauptperson steigt in ein
Flugzeug
-
sie träumt einen Traum
-
eine andere Person taucht auf und
erzählt eine Geschichte usw.
Arbeitsblatt zur Entwicklung von Metaphern
Wenn die Person
ein/e wäre ?
Landschaft
Farbe
Märchen
Idol / Held
Fahrzeug
Getränk
Temperatur
Klang
Musik
Geschmack
Vogel
Pflanze
Wetter
Tier
Bewegung
Wind
Frucht
Gefühl
Sportart
Duft
Kleidung
Schuhe
Behausung
Name
Symbol
Übung: Metapher und Strategie
1.
Er vernahm die Nachricht, daß sein
Haus abgebrannt war und erinnerte sich,
wie es ausgesehen hatte, als er es das letzte Mal gesehen hatte; er stellte
sich vor, welchen Schaden die Flammen angerichtet hatten und er ergriff die
Hand seines Freundes. Ich werde unverzüglich aufbrechen sagte er ...
2. Und während Du meine Stimme hörst, kannst Du
Dir vielleicht vorstellen, wie jetzt gerade Dein Gesicht aussieht, und
vielleicht gibt es in Deiner Erinnerung auch eine Erinnerung an ein Foto von
Dir – ein Foto, auf demDu sehr entspannt und glücklich aussiehst; und Du kannst
gerade jetzt Dein Gesicht ganz allmählich jenen Ausdruck annehmen lassen, den
Du von diesem Foto her kennst, und vielleicht kannst Du schon jetzt irgendwie
spüren, wie es sich von innen her anfühlt, so entspannt und glücklich
auszusehen ..., und Du brauchst erst dann, wenn Du dieses entspannte und frohe
Gefühl ganz deutlich spürst, auf Deinem Weg nach innen weiter schreiten, hinab
in einen noch tiefer entspannten und vielleicht sogar noch angenehmeren Zustand
...
a)
Welche Strategie spiegelt sich in
den beiden Texten ?
b)
Markiere die entsprechenden Wörter.
c)
schreibe selbst einen kurzen Text
in dieser Strategie.