Teil 6

       

                 Submodalitäten

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalte

 

 

Einführung: Was sind eigentliche Submodalitäten?..........................................  6.3

Verbale Indikatoren für Submodalitäten..........................................................            6.5

Beispiele für Fragen zur Elizitierung von Submodalitäten................................  6.6

Übungen zu den Submodalitäten:

            1. Grundmuster der Submodalitätsarbeit..............................................           6.10

            2. Kontrastmethode.............................................................................          6.12

            3. Reframen wörtlich...........................................................................           6.13

            4. Change History mit Submodalitäten.................................................           6.13

            5. Swish-Muster..................................................................................          6.14

            6. „Streit aus anderer Sicht“.................................................................           6.18

            7. „Später, wenn Du darüber lachst“....................................................           6.18

            8. Reframing mit innerer Stimme..........................................................           6.19

            9. Veränderung von Glaubenssystemen................................................           6.19

            10. Die eigene Motivation steigern.......................................................           6.22


 

 

 

 

 

Einführung:

Was sind eigentlich Submodalitäten?

 

 

 

 

 

Menschen nehmen Informationen mit ihren fünf Sinnen von der Welt um sie herum auf und verarbeiten und speichern sie in ihrer inneren Welt als Ereignisse und Gedanken, die innerhalb ihrer Sinnen als Modalitäten  repräsentiert werden. Das sprachliche Führen unter Nutzung von Fragen nach inneren Bildern, Gefühlen und Gedanken (VAKOG) ist - wie wir schon feststellen konnten - ausgesprochen hilfreich, um sich Erfahrungen und Zustände zugänglich zu machen.

 

Jetzt können wir aber das, was wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken noch weiter differenzieren - als Submodalitäten. So läßt sich beispielsweise das innere Bild einer vergangenen Erfahrung genauer erfragen und beschreiben: Ist es in Farbe oder in schwarzweiß? Ist es groß oder klein? Ist es nah oder fern? Gerahmt oder wie ein Panorama? Ist es eher pastellfarben oder in grellen, intensiven Farben gehalten? usw. Diese Art von Unterscheidungen können unabhängig vom eigentlichen Inhalt des Bildes gemacht werden.

Ebenso lassen sich die mit dieser Erinnerung verbundenen auditiven Wahrnehmungen genauer bestimmen. Hörst du Geräusche oder eher Stimmen? Ist der Klang der Stimme eher hoch oder tief, schnell oder langsam, rhythmisch oder arhythmisch (usw.)? Natürlich lassen sich auch die Empfindungen während dieses Erlebens differenzieren: Sind sie im ganzen Körper zu spüren oder nur an bestimmten Stellen des Körpers? Ist die Empfindung eher warm oder eher kalt, bewegt oder unbewegt, schwer oder leicht, eng oder weit (usw.)?

 

Diese Unterscheidungen nennen wir im NLP die Submodalitäten. Sie sind die Unterkategorien der Sinne, sozusagen die Bausteine, aus denen jedes Bild, Geräusch, jedes Gefühl, jeder Geruch und Geschmack zusammengesetzt sind.

Wir nutzen dieses Wissen im NLP, um Zustände genauer herauszuarbeiten, zu intensivieren und natürlich, um sie verändern zu können.

 

 


 

 

 

 

Modalitäten

Repräsentationssysteme

 

 

 

 

 

 

 

 

       Visuell                  Auditiv             Kinästhetisch       Olfaktorisch        Gustatorisch

 

 

 

 

 

 

Sub-Modalitäten

Feinunterscheidung der Sinne

Sinnliche Codierung der Erfahrung

 

 

 

 

 

 

        Visuell                  Auditiv             Kinästhetisch        Olfaktorisch        Gustatorisch

           hell - dunkel                        laut - leise                          sanft - rauh                     duftend - stinkend                  salzig- süß

            nah - fern                            hoch - tief                          warm - kalt                     intensiv - schwach

 

 

 

 

 

 

Emotionen

Meta-Gefühle

 

 

... die Erfahrung bewertende Gefühle

...emotionale Entsprechung der sinnlich verpackten Erfahrung


 

Verbale Indikatoren für Submodalitäten

 

Ich sehe es jetzt klar vor mir.                                               Ich sehe schwarz.

Er hat sehr verschwommene Vorstellungen.                         Die Aussichten sind düster.

Ich sehe rot.                                                                                   Das ist mir zu hoch.

Das geht mir nahe.                                                             Ich fühle mich ganz unten.

Das zieht mich runter.                                                         Das läßt mich kalt.

Das macht mich ganz heiß.                                                 Davon halte ich Distanz.

Das muß ich im Detail sehen.                                              Das ist Schwarz-Weiß-Malerei.

Sie sprüht vor Ideen.                                                           Ich bin noch nicht ganz da.

Das ist mir zu schwer.                                                        Der Ton macht die Musik.

Mein Leben ist monoton.                                                     Das juckt mich nicht.

Ich brenne darauf.                                                              Er hat eine rabenschwarze Seele.

Sie hat ein Herz aus Gold.                                                   Bei ihm beißt du auf Granit.

Das klingt noch in mir nach.                                                Das sticht ins Auge.

Das haut mich um.                                                              Bei  mir hat es geklingelt.

Das liegt mir schwer auf dem Magen.                                  Liebe geht durch den Magen.

 

Submodalitäten (Auswahl)

 

 

Visuell

hell / dunkel

farbig / schwarz-weiß

grell / pastellfarben

nah / fern

oben / unten

links / rechts

scharf / verschwommen

dreidimensional / flach

gekippt / gedreht...

assoziiert / dissoziiert

Foto / Film

gerahmt / ungerahmt

Panorama / Ausschnitt

Vordergrund / Hintergrund

Blickwinkel / Kontrast

 

Auditiv

laut / leise

tief / hoch

lagnsam / schnell

rhythmisch / arhythmisch

Geräusch / Stimme / Klang

stereo / mono

externe / interne Tonquelle

von links / von rechts

von vorne / von hinten

mit dem linken / rechten Ohr

nah / fern

deutlich / undeutlich

stetig / unterbrochen

harmonisch / disharmonisch

sprechen / zuhören

 

Kinästhetisch

warm / kalt

hart / weich

schwer / leicht

bewegt / unbewegt

anregend / beruhigend

eng / weit

andauernd / unterbrochen

intensiv / schwach

fest / flüssig

fließend / ruhend

stumpf / scharf

voll / leer

wo im Körper lokalisiert?

Umfang

Dauer

 

Olfaktorisch / Gustatorisch

süß / sauer

salzig / bitter / scharf

fruchtig / herb / erdig

beißend / zart

wohlriechend / stinkend

schwer / blumig


 

Beispiele für Fragen zur Elizitierung der Submodalitäten

 

Visuell

 

Submodalitäten

Mögliche Fragen, um sie herauszuarbeiten

 

Assoziiert - Dissoziiert

 

Sehen Sie sich selbst in der Situation abgebildet oder sind Sie mitten in dem Ereignis, als ob Sie dort wären?

Bewegung

Film - Bild / Foto - Dia

Ist es wie ein Film oder eher wie ein Bild?

Anzahl

Singular - Plural

Gibt es eine Situation oder mehrere? Wenn mehrere, sind diese nacheinander, parallel oder überlagert? Oder Bild im Bild?

Position

vorne - hinten

Welche Position nimmt das Bild (der Film) im Raum ein?

Zeigen Sie mit den Händen, wo Sie das Bild sehen

Entfernung

 

Wie weit ist das Bild (der Film) entfernt? Geben Sie den Abstand in einer geschätzten Meterangabe an.

Farbe - Schwarzweiß

 

Ist das Bild (der Film) in Farbe oder Schwarzweiß?

Farbsättigung

 

Sind es kräftige Farben oder eher Pastellfarben? Gibt es das ganze Farbspektrum wieder oder dominieren einzelne Farben?

Kontrast

 

Ist viel oder wenig Kontrast im Bild (im Film)?

Bildschärfe

 

Ist die Wahrnehmung scharf oder eher unscharf und verschwommen?

Fokus - Übersicht

Begrenzung / Rahmen

Ist es ein spezieller Ausschnitt aus der Situation und der Rest verschwindet oder überblicken Sie den gesamten Inhalt?

Helligkeit

 

Ist es hell wie in der Morgensonne (od. Scheinwerfer) oder gedämpft wie im Abendlicht (Kerzenschein, Schlechtwetter...)?

Dimensionalität

 

Sehen Sie das Bild (den Film) zweidimensional (wie Kinoleinwand), dreidimensional oder rundum (360 Grad)?

Geschwindigkeit

 

Gibt es schnelle oder langsame Bewegungen (vielleicht sogar Zeitraffer oder Zeitlupe)?

Richtung

 

Gibt es eine Richtung, in der sich der Film (das Bild) bewegt?

Perspektive

 

Aus welcher Perspektive sehen Sie die Situation (Vogel, Frosch, Wurm, ...)?

Komplexität

Vordergrund - Hintergrund

Aus wie vielen Elementen setzt sich die Situation zusammen?

Befinden diese sich im Vorder- oder Hintergrund?

Ausrichtung

geneigt - gekippt

Ist das Bild (der Film) geneigt, gekippt, verdreht, ... ?

Symmetrie

 

Sind die Inhalte, die Sie sehen symmetrisch oder verzerrt?

Proportionen - Größe

 

Stehen die Menschen / Dinge im richtigen Verhältnis zueinander?

Ist das Bild (der Film) groß oder klein?

Eigene Erweiterungen der Liste

z.B.: Erscheinen die beteiligten Personen eher älter oder jünger als in Wirklichkeit? usw.


 

Beispiele für Fragen zur Elizitierung der Submodalitäten

 

AUDITIV

 

Submodalitäten

Mögliche Fragen, um sie herauszuarbeiten

 

Stimme/n, Worte, Geräusche

Nehmen Sie Stimme, Worte oder Geräusche wahr?

Wessen Stimme?

 

Wessen Stimme nehmen Sie wahr, bzw. an wen erinnert Sie die Stimme?

Tonalität

 

Wie ist die Tonalität: aus voller Brust, nasal, klangvoll, melodisch, dünn, heiser, ... ?

Stille

 

Nehmen Sie Stille wahr? Wen ja, welche Art der Stille?

Position

 

Welche Position nehmen die Quellen der Geräusche, der Stimmen im Raum ein?

Klänge - Musik

 

Kommen Klänge oder Musik (von Menschen oder Natur) in Ihrem Erleben vor?

Tonlage (Tonhöhe)

 

Ist es eine hohe, mittlere oder tiefe Tonlage?

Anzahl der Quellen

 

Wieviel Quellen von Geräuschen, Stimmen etc. kommen vor? Welche spielen eine Rolle?

Geschwindigkeit

 

Ist es schnell oder langsam?

Rhythmus

 

Gibt es einen Rhythmus oder eher einen unrhythmischen Mix?

Assoziiert - Dissoziiert

 

Nehmen Sie mit Ihren eigenen Ohren wahr oder ist es Ihr dissoziiertes Gegenüber?

Klar - undeutlich

 

Hören Sie klar und deutlich oder undeutlich?

Stereo - Mono

 

Hören Sie die Komposition der in der Situation vorkommenden „Schwingungen“ in Mono oder Stereo?

Richtung

 

Aus welcher Richtung?

Entfernung

 

Wie weit könnten die Quellen der Stimmen / Geräusche entfernt sein?

Lautstärke

 

Welche gesamte Lautstärke kommt vor? Sind einzelne Elemente lauter als andere?

Dauer

 

Ist es andauernd oder intermittierend?

Monoton - variantenreich

melodisch

Ist die auditive Wahrnehmung monoton oder variantenreich und vielfältig?

Modulation

 

Welche Teile sind betont?

Eigene Erweiterungen der Liste

z.B.: Ist es ein schmerzendes Sausen oder ein einlullendes Summen? usw.


 

 

Beispiele für Fragen zur Elizitierung der Submodalitäten

 

KINÄSTHETISCH

 

Submodalitäten

Mögliche Fragen, um sie herauszuarbeiten

 

Position - Lokalisation

 

Wo spüren Sie eine körperliche Empfindung?

Gibt es andere Empfindungen (außer der eigenen)?

Taktil - Emotional

 

Ist die Empfindung taktil („mechanisch“ wie Druck, Temperatur,..) oder emotional (Gefühle wie Liebe, Wut, ...)?

Qualität

 

Wie würden Sie die Körperempfindung beschreiben: strömend, gelöst, diffus, Schmetterlinge im Bauch, ...?

Intensität

 

Wenn Sie die Intensität auf einer Skala von eins bis zehn angeben könnten, welcher Wert würde zutreffen?

Lokal - im/am ganzen Körper - außerhalb

Ist es nur an einer bestimmten Stelle oder im/am ganzen Körper, vielleicht darüber hinaus?

Richtung

 

Wenn sie sich bewegt, in welche Richtung „fließt“ die Empfindung?

Bewegung

 

Ist in der Situation viel Bewegung (körperlich oder in der Empfindung)?

Geschwindigkeit - Frequenz

Wenn es ein Gefühl, eine Bewegung, ein Schmerz etc. ist, ist es eher langsam oder schnell?

Anzahl

 

Wieviel kinästhetische Anteile gibt es, und welche spielen eine Rolle?

Dauer

 

Ist es durchgehend oder unterbrochen? Wie lange dauert es?

Rhythmisch

 

Sind rhythmische Empfindungen im Spiel? Wenn ja, welcher Rhythmus?

Temperatur

 

Wie ist die Temperatur im Raum, in der Situation?

Puls

 

Ist die Pulsfrequenz eher niedrig oder eher höher?

Transpiration

 

Transpirieren Sie oder „läßt Sie das kalt“?

Körperliche Bedürfnisse

 

Haben Sie in diesem Moment Appetit oder müssen Sie eventuell auf die Toilette?

Streß - Ruhe

 

Spielt eher Streß oder eher Ruhe eine Rolle?

Selbst - Andere

 

Ist die Empfindung Ihre eigene oder übernehmen Sie für jemand anderen das „Leiden“, usw.?

Komplexität

 

Gibt es verschiedenste, sich in weitere Details unterscheidende kinästhetische Elemente oder nur eines bzw. wenige?

Eigene Erweiterungen der Liste

z.B.: Ist das Gefühl der Liebe eher familiär oder eher erotisch?

usw.


 

 

 

Beispiele für Fragen zur Elizitierung der Submodalitäten

 

OLFAKTORISCH - GUSTATORISCH

 

Submodalitäten

OLFAKTORISCH

Mögliche Fragen, um sie herauszuarbeiten

 

Position - Lokalisation

 

Ist ein Duft oder Geruch mit dem Erleben verbunden? Wenn ja, woher kommt der Duft, Geruch, Gestank, ...?

Qualität

 

Wie würden Sie den Geruch beschreiben: es riecht nach ..., diffus, wie Wald, wie eine Blumenwiese, nach Meeresluft ...?

Intensität

 

Ist es ein leichter oder starker Duft?

Richtung

 

Wenn der Geruch sich ausbreitet, wohin zieht er?

Komplexität

 

Aus welcher Zusammensetzung besteht die Geruchskomposition?

Analogie, Kreation

 

Wittern Sie den Duft der großen weiten Welt oder den nach gesiebter Luft?

Angenehm - unangenehm

 

Riecht es eher nach dem Duft einer brennenden Kerze oder nach angebranntem Essen?

Eigene Erweiterungen der Liste

Riecht die Waldluft eher nach Pinien aus dem Süden oder nach Tannen aus den Bergen?

 

 

 

Submodalitäten

GUSTATORISCH

Mögliche Fragen, um sie herauszuarbeiten

 

Angenehm - unangenehm

 

Ist in dem geschmacklichem Eindruck genau die richtige Würze, oder ist es durch zuviel / zuwenig ungenießbar?

Qualität

 

Wie würden Sie den Geschmack von ... beschreiben?

Intensität

 

Ist der Geschmack von ... stark herauszuschmecken oder nur ganz leicht?

Richtung

 

Wenn sich der Geschmack verändert, in welche Richtung geschieht dies?

Wahrnehmungsklassen (süß, salzig, ...)

Ist ein Geschmack mit dem Erlebnis verbunden? Wenn ja, welche Art von Geschmack: süß, sauer, ...?

Analogie, Kreation

 

Wie ist der Geschmack: nach Freiheit, nach Natur, ...?

Eigene Erweiterungen der Liste

z.B.: Welcher Geschmacksnerv wird davon am meisten stimuliert?


 

 

Übungen zu den Submodalitäten

 

 

1. Grundmuster der Submodalitätsarbeit

 

Die folgende Übung vermittelt das Grundhandwerkszeug für die Arbeit mit Submodalitäten:
Das Elizitieren (Herausarbeiten) der Submodalitäten bestimmter Zustände, das Herausfinden der sogenannten „kritischen Submodalität“ sowie die Veränderung von Zuständen durch Variieren der herausgearbeiteten Submodalitäten. Das Vertrautsein mit dieser Technik ist die Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung weiterführender Muster.

 

 

 

A.      Das Herausarbeiten von Submodalitäten

 

1.         A erinnert sich an einen erfreulichen Zustand. B erfragt die Submodalitäten und notiert sie        (Arbeitsblätter zu den Submodalitäten können verwendet werden).

 

Separator

 

2.         A erinnert sich an einen weniger erfreulichen Zustand, den er (später) entstressen, d.h. mit       einem besseren Gefühl erleben möchten. B erfragt auch hier die Submodalitäten und   notiert sie.

 

Separator

 

3.         B stellt sicher, daß A wieder in einen guten Zustand zurückkehrt. Vergleicht nun die     Submodalitäten des erfreulichen mit denen des weniger erfreulichen Zustands. Welche        wesentlichen Unterschiede werden sichtbar?

 

 

 

Wichtig:

 

Unterscheidet genau zwischen Körperempfindungen (= Kinästhetik) und Emotionen (= Meta-Gefühle). Meta-Gefühle sind bewertende Emotionen, in denen die Informationen aus allen Sinnen einfließen. Kinästhetische Empfindungen sind ausschließlich spezifische Körpergefühle wie z.B. Wärmegefühl in der Brustgegend. Meta-Gefühle dienen in der Submodalitätsarbeit lediglich als Check für die Wirkung bestimmter Submodalitäten (= als Reaktion auf die sinnliche Repräsentation einer Erfahrung).


 

 

 

 

B.      Das Herausarbeiten der „kritischen Submodalitäten“ und die     Intensivierung einer positiven Erfahrung.

 

1.         A nimmt wieder die positive Erfahrung aus Übung A. Verändert jetzt nacheinander und           einzeln die Submodalitäten dieses Zustands und achtet dabei auf Folgendes:

 

            -          Verändert sich das Meta-Gefühl?

                        Wenn JA, in Richtung K- oder K++?

            -          Verändern sich dabei auch automatisch andere Submodalitäten?

                        Wenn JA, habt ihr eine kritische Submodalität gefunden.

 

            C notiert die Ergebnisse. Vor Veränderung der nächsten Submodalität bringt die gerade          erforschte Submodalität wieder in ihren Ausgangspunkt zurück.

 

2.         Von den „kritische Submodalitäten“, die ihr bei A gefunden habt, wählt diejenigen aus, die      zu K++ geführt haben und verändert diese. Wie hat sich jetzt für A die Erfahrung       intensiviert?

 

3.         Future Pace.

 

 

 

 

C.      Das Herausarbeiten der „kritischen Submodalitäten“ und das          Abschwächen/Verändern einer unerfreulichen Erfahrung.

 

1.         A nimmt wieder den eher unerfreulichen Zustand aus Übung A. Verändert jetzt           nacheinander und einzeln die Submodalitäten dieses Zustands und achtet dabei auf   Folgendes:

 

            -          Verändert sich das Meta-Gefühl?

                        Wenn JA, in Richtung K- oder K++?

            -          Verändern sich dabei auch automatisch andere Submodalitäten?

                        Wenn JA, habt ihr eine kritische Submodalität gefunden.

 

            C notiert die Ergebnisse. Vor Veränderung der nächsten Submodalität bringt die gerade          erforschte Submodalität wieder in ihren Ausgangspunkt zurück.

 

2.         Von den „kritische Submodalitäten“, die ihr bei A gefunden habt, wählt diejenigen aus, die      zu K neutral bzw. K+ geführt haben und verändert diese. Wie hat sich jetzt für A die             Erfahrung verändert?

 

3.         Future Pace.

 


 

 

2. Kontrastmethode

 

 

 

 

 

A.      Verwirrung in Verstehen

 

1.         A identifiziert etwas, das sie versteht und etwas, bezüglich dessen sie verwirrt ist          (Verwirrtsein ist nicht dasselbe wie Unwissen! Verwirrtsein heißt, die vorhandenen      Informationen können nicht optimal verwertet werden). Beide Themen sollten einem   ähnlichen Gebiet entspringen, wie z.B. einen Aufsatz schreiben und ein Bild malen (also           nicht: eine mathematische Gleichung verstehen und einen Menschen begreifen).

 

2.         B erfragt die charakteristischen Submodalitäten beider Zustände.

 

3.         B läßt nun A Verwirrung in Verstehen umwandeln, indem die Submodalitäten von       Verwirrung schrittweise in die von Verstehen umgewandelt werden.

 

4.         Ökocheck: existieren Einwände?

 

5.         Future Pace.

 

 

 

 

 

B.      Den Prozeß einer anderen Person ausprobieren

 

1.         A identifiziert etwas, das sie versteht. B identifiziert etwas, das er versteht und etwas, das        er verwirrend findet. Diese Repräsentationen sollten aus ähnlichen Bereichen stammen.

 

2.         A übernimmt nun die Submodalitäten von B, der sie dazu anleitet.

            -   B instruiert A, ihr Bild des Verstehens in die Submodalitäten seiner Verwirrung zu

                 überführen.

            -   B instruiert A nun, diese Repräsentation in die Submodalitäten seines Verstehens zu
                 transformieren.

 

3.         Auswerten der Erfahrung und gegebenenfalls Rückführung in die
            Ursprungssubmodalitäten. Was kann ich als Erfahrung aus der Übung mitnehmen?

 

 


 

 

3. Reframen wörtlich

nach C. Andreas

 

 

 

1.         Finde eine Situation, in der du Ressourcen brauchen kannst. Verorte diese im Raum und         erlebe sie kurz assoziiert.

 

2.         Dissoziiere aus der Problemsituation.

            Finde aus der Dissoziation einen Rahmen für die Situation, beispielsweise einen goldenen         Barockrahmen mit Blümchen o.ä.

            Verändere nun weitere Submodalitäten. Unterlege z.B. die Situation mit einem Rap, mit           Zirkusmusik. Mache aus dem Teppich eine Blumenwiese, bringe Bewegung ins Bild, laß
            es dort verführerisch nach Heu duften, lasse ein angenehmes Körpergefühl hineinfließen           usw.

 

3.         Assoziiere mit der Ausgangssituation und nimm wahr, wie du sie nun anders erlebst.

 

4.         Future Pace.

 

 

 

4. Change History mit Submodalitäten

 

 

1.         Person A identifiziert irgendein Gefühl, das sie hat das eine Einschränkung ihres
            Verhaltens und ihrer Flexibilität bewirkt, ein Gefühl, das sie gern ändern möchte.

 

2.         B hilft ihr dabei, drei verschiedene Kontexte zu finden, drei absolut verschiedene         Situationen, in denen sie dieses Gefühl hatte.

 

3.         Wenn die Situationen identifiziert sind, findet heraus, welche Submodalitäten allen        gemeinsam sind.

 

4.         Die Submodalitäten, die allen diesen Erlebnissen gemeinsam sind, sind essentieller       Bestandteil der Gefühlsreaktion. B hilft A, diese Submodalitäten in diejenigen aus Übung
            1-B zu verwandeln (einen positiven Zustand zu intensivieren).

 

5.         A identifiziert eine Situation, die sich noch nicht ereignet hat, die aber geschehen könnte
            und die in der Vergangenheit ein einschränkendes Gefühl ausgelöst hätte. Laß A durch
            die Situation gehen und verwandle alle Submodalitäten des alten, einschränkenden Gefühls      in diejenigen aus „Eine positive Erfahrung intensivieren. Wiederhole dies mit zwei, drei            weiteren Kontexten.

 

5. Swish-Muster

nach Richard Bandler

 

 

 

 

Standard-Swish in Stichpunkten

 

1)         Finde das Bild, das den „Zwang“ auslöst (= Auslösebild).

 

2)         Entwickle ein positives, dissoziiertes Zielbild, in dem alles repräsentiert ist, woran du    erkennen kannst, daß du darin eine Persönlichkeit bist, die dieses Problem bereits
            erfolgreich gelöst hat.

 

3)         Stelle nun das Zielbild ganz klein in das Auslösebild hinein (z.B. in eine Ecke). Halte dabei       die Augen geschlossen.

 

4)         Lasse nun gleichzeitig das Zielbild so schnell wie möglich größer und das Auslösebild   kleiner werden, bis dieses ganz verschwunden ist. Die Begleitperson kann dies durch       Geräusche wie „wuuuusch“ begleiten. Öffne die Augen und blinzle („Leinwand        löschen“).

 

 

              AUSLÖSEBILD                                                                        ZIELBILD

               - groß, hell -                                                                             - groß hell -

 

                                                       wuuuusch...

 


                                                                 3 bis 10 x

 

 

 

 


                                     ZIELBILD                                                                    AUSLÖSEBILD

                                            - klein, dunkel -                                                                                            - klein, dunkel -

 

 

 

5)         Wiederhole Schritt 4) etwa 5-10 mal, so oft, bis schon die leise Vorstellung des          Auslösebildes bereits das Zielbild automatisch hervorruft.

 

Wichtig: nach jedem Swish wieder die Leinwand löschen!


 

 

 

 

Standard-Swish, ausführlich

 

 

 

 

Der Swish ist ein Modell mit weitem Anwendungsspektrum, jedoch für zwanghaftes Verhalten (z.B. Rauchen, Nägelkauen usw.) besonders geeignet.

Das Swish-Muster veranlaßt das Gehirn, eine bestimmte Richtung einzuschlagen. Wir Menschen haben die Tendenz, unangenehmen Dingen auszuweichen und auf Angenehmes zuzugehen. Das auftauchende angenehme Bild gibt dem Gehirn buchstäblich eine Richtung vor: "Geh von hier nach dort." Wenn man sein Gehirn in eine bestimmte Richtung gehen läßt, zeigt das Verhalten eine sehr starke Tendenz, sich in derselben Richtung zu bewegen.

 

 

 

 

(1)   Identifizierung des Kontextes

      

       Wo oder wann würden Sie sich gerne anders verhalten oder anders reagieren als bisher?

 

 

(2)   Identifizierung des auslösenden Kontextbildes

      

       Was sehen Sie in dem Moment, der dem unerwünschten Verhalten unmittelbar         vorausgeht? Dies kann ein äußeres, aber auch ein inneres Bild (Auslöser) sein.

       Da es sich hierbei um den Auslöser für ein unerwünschtes Verhalten handelt, ist es
       günstig, wenn die betreffende Person angesichts dieses Bildes ein etwas unangenehmes    Gefühl spürt. Je unangenehmer dieses Gefühl, umso besser wird die Sache      funktionieren.

 

 

3)    Schaffung eines Zielbildes

 

       Kreieren Sie nun ein Zielbild: wie Sie in Ihren eigenen Augen anders aussehen würden,        wenn Sie die gewünschte Veränderung bereits erreicht hätten.

       Ändern Sie dieses Bild solange ab, bis es für Sie außerordentlich attraktiv ist - ein Bild,
       das Sie sehr stark anzieht. Auf ihrem Gesicht sollte ein Strahlen sein,dem Sie entnehmen   können, daß es sich bei dem vorgestelltem Bild wirklich um ein lohnendes Ziel handelt.

 

 


 

 

 

(4)   Swish

 

       Machen Sie nun mit den beiden Bildern den "Swish". Beginnen Sie, indem Sie das
       auslösende Bild des Kontextes groß und hell setzen. Setzen Sie dann ein kleines dunkles
       Bild der Zielvorstellung in die untere rechte Ecke. Das kleine dunkle Bild wird größer
       und heller werden und das erste Bild ganz bedecken, während dieses gleichzeitig ebenso schnell verblassen und schrumpfen wird, wie Sie "Swish" sagen können.

       Löschen Sie dann die Bildfläche oder öffnen Sie die Augen. Wiederholen Sie den Swish insgesamt fünfmal. Vergewissern Sie sich, daß Sie nach jedem Mal das innere Bild löschen.

 

 

5)    Test

      

       Entweder über die Vorstellung (das erste Bild verblaßt automatisch) oder über den
       realen Kontext (z.B. Zigarette, Schokolade etc. anbieten).

 

 

 

Das Muster ist deshalb so produktiv, weil man anstelle eines neuen Verhaltens eine neue Richtung anbietet. Man benutzt das sogenannte "Selbstbild", dem eine sehr starke Motivationsenergie innewohnt, um diese Richtung anzusteuern.

Geschwindigkeit stellt bei diesem Muster auch ein wichtiges Element dar. Gehirne lernen nicht langsam, sondern schnell.

 

 

Wichtige Punkte bei der Anwendung des Swish-Musters

 

 

 

1. Die Wahl des Auslösers

 

Der Auslöser ist der Anfangspunkt für den Swish, deshalb hängt relativ viel von ihm ab:

 

l     Es ist gut, ein auslösendes Bild zu wählen, das immer kurz bevor das Problem auftritt, bzw.
       auftauchen wird. Sonst gibt es wahrscheinlich weitere Auslöser (z.B. hörte jemand auf, mit der       rechten Hand zu rauchen, fing aber mit der linken an!).

 

l     Verwendung eines internen auslösenden Bildes. Oft ist es einfach und effizient, ein inneres Bild
       zu verwenden, das immer zuverlässig auftritt.

 

l     Das auslösende Bild sollte assoziiert erlebt werden. Es sollte exakt dem entsprechen, was die          Person erlebt, wenn sie in der unerwünschten Weise reagiert.

 

2. Das gewünschte Selbstbild

 

l     Verwendung eines dissoziierten Selbstbildes. Nur so stellt es eine starke Motivation dar und der      Klient wird sich zum Bild hingezogen fühlen. Beim Prozeß der Entwicklung des Selbstbildes ist

 

 

       es manchmal gut, sich vorübergehend assoziiert in dem Bild wahrzunehmen, um ein Gefühl
       dafür zu bekommen

 

l     Fähigkeit versus spezielle Verhaltensweise. Das gewünschte Selbst sollte eher eine Fähigkeit          umfassen als eine spezifische Verhaltensweise/Lösung darstellen. Gleichzeitig sorgt dies mit   größerer Wahrscheinlichkeit für eine ökologische Veränderung. Eigenschaften und Fähigkeiten          ermöglichen mehr Flexibilität, wie das erwünschte Ergebnis erreicht werden kann. Auch werden    dadurch unbewußte Ressourcen mobilisiert

 

l     Balanciertes Selbstbild. Darauf achten, daß das anfängliches Selbstbild der Person nicht zu             übertrieben ist ("zu jeder Zeit völlig gelassen").

 

l     Ökologie-Check. Wie wird die Umwelt auf das neue Selbstbild und die neuen Fähigkeiten   reagieren?

 

l     Realitätsbezug. Wie jedes zwingende Zukunftsbild muß das Selbstbild den Kriterien der       Person genügen, was sie für real oder möglich hält .

 

l     Kontextualisierung. Das Selbstbild soll aus so wenig Kontext wie möglich bestehen. Dadurch          kann es leichter auf viele verschiedene Kontexte übertragen werden. Manchmal kann es hilfreich           sein, einen sehr vagen, allgemeinen Hintergrund oder irgendeinen Boden zu haben.

 

 

3. Der Swish

 

l     Gleichzeitigkeit. Es ist am besten, wenn simultan mit der Abnahme der Reaktion auf den     Auslöser die Reaktion auf das Selbstbild zunimmt. Wenn schon nacheinander, dann wie mit
       einem Kippbild, daß also die Verbindung garantiert ist!

 

l     Richtung. Absolut wichtig, den Swish nur in eine Richtung zu machen, also am Ende die      inneren Bilder löschen oder die Augen öffnen!

 

l     Geschwindigkeit. Der eigentliche Austausch der Bilder soll so schnell wie möglich
       stattfinden. Dazu kann man den Swish erst einmal langsam machen.

 

l     Nonverbale Instruktionen. Den Prozeß mit dem eigenen Verhalten zu demonstrieren, ist die
       beste Hilfe für den Klienten bei der Durchführung des Swish (Gesten, Handbewegungen, mit der    Stimme etc.).

 

l     Referenzerfahrung. Alle möglichen Metaphern (auch neuen Fernsehtechniken!)

 

l     In der Art des Klienten. Den Klienten um passende Refernzerfahrung bitten: "Was ist für Sie ein    leichter Weg, dieses farbige Bild farblos zu machen?" R. Bandler wollte am Anfang das          Selbstbild in der linken unteren Ecke; für viele aber leichter, es in der Mitte oder sonstwie zu        plazieren, in einem kleinen dunklem Feld, das im aslösenden Bild schon vorhanden ist.

 

l     Test. Am besten, verhaltensmäßig eine Situation zu schaffen, die ein Beispiel des    Problems ist.     "Versuchen" impliziert "versagen"; deshalb z.B. "Versuchen Sie, die Panik zurückzuholen!"

 


 

 

 

6. "Streit aus anderer Sicht"

nach Richard Bandler

 

 

(1)       Erinnern Sie sich an einen Streit, den Sie mit jemandem hatten und bei dem Sie sich     sicher waren recht  zu haben. Lassen Sie diesen Streit, so wie Sie ihn erinnern, als Film         ablaufen.

 

(2)       Lassen Sie genau denselben Film ablaufen, aber von einer perspektivischen Stelle aus,            an der Sie der anderen Person über die Schulter schauen können, so daß Sie sich selber        sehen, während der Streit stattfindet. Gehen Sie den gleichen Film wie vorher durch und       schauen Sie von diesem Blickwinkel aus zu.

 

In der Regel wird dadurch der Glaube, recht zu haben, etwas erschüttert und weicht einer objektiveren Sicht der Dinge.

 

 

 

7. "Später, wenn Du darüber lachst"

nach Richard Bandler

 

 

Wenn man gerade etwas Unangenehmes durchmacht, sagen andere Menschen oft: "Später, wenn Du darauf zurückblickst, wirst Du darüber lachen können."

 

(1)       Finden Sie ein Ereignis, eine Situation, die zur damaligen Zeit unangenehm war,           worauf Sie aber jetzt zurückblicken und lachen können

 

(2)       Finden Sie ein Ereignis, über das Sie noch nicht lachen können.

 

(3)       Vergleichen Sie beide Erinnerungen und finden Sie heraus, wie sie sich in den Submodalitäten unterscheiden.

 

(4)       Probieren Sie dann, wie es ist, das unangenehme Bild so zu verändern, daß es dem     anderen ähnlich wird, über das Sie bereits lachen können.

 

Wenn man bereits lachen kann, ist das Bild häufig dissoziiert, wenn noch nicht, dann meist assoziiert.

Wenn Sie von Ihren unangenehmen Erinnerungen dissoziiert sind, haben Sie immer noch die visuellen und auditiven Informationen, die Sie benötigen, um Ähnliches in Zukunft zu vermeiden oder es besser zu handhaben, jedoch ohne die unangenehme gefühlsmäßige Reaktion. Warum sich noch einmal schlecht fühlen?


 

 

8. Reframing mit innerer Stimme

nach Richard Bandler

 

 

(1)       Identifiziere eine innere Stimme, die Dir unangenehm ist, unter der Du leidest, die Dich                        stört o.ä.

 

(2)       Sprich diese Stimme direkt an und bitte sie, Dir zu sagen, welches positive Ziel sie für Dich erreichen will. Kannst Du dieser Absicht zustimmen?

            Frag die Stimme auch, ob sie der Meinung ist, daß sie über gute Informationen            verfügt, die für Dich nützlich sein könnten, vorausgesetzt, Du verstehst sie.

 

(3)       Wenn "Ja", frag die Stimme, ob sie bereit wäre, die Art zu ändern, in der sie zu Dir     spricht, wenn dies bewirken würde, daß Du leichter zuhörst und verstehst.

 

(4)       Finde heraus, wie eine Stimme beschaffen sein müßte, daß Du leichter zuhören und     verstehen kanst und es für Dich angenehm ist. Achte auf Tonfall, Tonhöhe, Melodie,        Lautstärke, auch auf die Position, aus der heraus die Stimme erklingt. Wenn dies schwer      fällt, denke an eine Person, deren Stimme Dir gefällt und der Du gern zuhörst und             vergegenwärtige Dir dann deren Stimme.

 

(5)       Frage die Stimme, ob sie bereit ist, diese andere Art auszuprobieren und zu testen, ob Du       tatsächlich besser zuhörst, wenn sie anders mit Dir spricht.

 

 

9. Veränderung von Glaubenssystemen

nach Richard Bandler

 

 

 

A. Informationssammlung und Vorbereitung

 

 

1)         Submodalitäten von Glaube (oder Überzeugung)

            Suche einen Glauben über dich selbst, den du lieber nicht hättest, weil er dich
            einschränkt oder unerwünschte Auswirkungen hat. Wie ist die innere   Repräsentation/Submodalitäten dieses Glaubens in deinem Erleben?

 

2)         Submodalitäten von Zweifel

            Denke nun an etwas, über das du Zweifel hegst. Es kann wahr sein oder auch nicht, du
            bist dir nicht sicher. Wie ist die innere Repräsentation/Submodalitäten dieses Zweifels in          deinem Erleben?

 


 

 

 

 

            (Wichtig ist dabei, sicher zu gehen, daß es sich wirklich um Zweifel handelt. Der Satz                 "Ich bezweifle, daß das eine gute Idee ist", meint manchmal in Wirklichkeit, daß man             glaubt, daß das keine gute Idee ist. Zweifeln heißt Schwanken zwischen dem Gedanken,
            daß etwas stimmt, und dem Gedanken, daß etwas nicht stimmt: man weiß es einfach      nicht.)

 

 

3)         Unterschiede

            Analysiere die Gegensätze und stelle eine Liste der Submodalitätsunterschiede zwischen          Überzeugung und Zweifel auf.

 

4)         Test

            Teste aus der Liste der Unterschiede nacheinander jede der Submodalitäten, um         festzustellen, welche am wirkungsvollsten "Überzeugung" in "Zweifel" überführen.          Wenn du eine Submodalität getestet hast, verwandele das Ganze zunächst wieder in den   ursprünglichen Zustand zurück, bevor du die nächste testest.

 

5)         Neuer Glaube (oder neue Überzeugung)

            Welchen neuen Glauben würdest du gerne an die Stelle des alten setzen?

            Vergewissere dich, daß die neue Überzeugung positiv formuliert ist und daß der neue Glauben als Fähigkeit oder als Prozeß begriffen wird und nicht als Vorstellung, ein Ziel           bereits erreicht zu haben.

 

6)         Ökologische Überprüfung

            Wenn du die neue Überzeugung hättest, welche Probleme könnte das hervorrufen?     Inwiefern werden sich die Reaktionen deiner Umwelt (Mann/Frau/Familie usw.)              verändern, wie wird sich die neue Überzeugung auf deine Arbeit auswirken usw.?            Modifiziere gegebenenfalls die neue Überzeugung, um möglichen Schwierigkeiten             Rechnung zu tragen.

 

 

 

B.  Glaubens-Veränderungs-Prozeß

 

 

7)         Glaube (Überzeugung) in Zweifel verwandeln

            Ohne den Inhalt zu verändern, verwandle den unerwünschten Glauben in Zweifel, indem
            du eine oder mehrere der wirksamsten Submodalitäten benutzt, die du bei Schritt 4     entdeckt hast.

 

8)         Inhaltsänderung

            Hierbei benutze eine andere Submodalität, um den Inhalt so zu verändern, daß sich an             Stelle der alten, ungewollten Überzeugung die neue gewünschte Überzeugung befindet (z.B. Bild dunkel werden lassen, bis der alte Inhalt nicht mehr sichtbar ist, um dann das
            Bild mit dem neuem Inhalt, wieder heller werden zu lassen o.ä.).

 


 

 

 

 

 

9)         Zweifel in Glauben (Überzeugung) verwandeln

            Du behältst den neuen Inhalt und veränderst dann Zweifel in Überzeugung, indem du die          gleichen Submodalitätsveränderungen wie in Schritt 6 rückwärts ablaufen läßt.

            Achte dabei sehr aufmerksam auf etwaigen "Widerstand" oder sonstige Schwierigkeiten.         Wenn du auf Einwände stößt, respektiere sie, sammele Informationen und gehe zurück
            zu Schritt 5.

 

 

 

 

 

C. Testen

 

 

10)       Test der neuen Überzeugung

            Wie denkst du jetzt über diese neue Überzeugung? Der Partner kann nach den            Submodalitäten fragen und dabei auf das nonverbale Verhalten achten, um die verbale      Aussage zu bestätigen (bzw. zu verwerfen).

 

11)       Test der alten Überzeugung

            Wenn die neue Überzeugung fest installiert ist, ist die alte Überzeugung wahrscheinlich
            in der Submodalität der Ungläubigkeit repräsentiert. Vergleiche dies mit den    Submodalitäten des Zweifels.

 

 

 

Die neue Überzeugung ist normalerweise der alten diametral entgegengesetzt oder unterscheidet sich zumindest erheblich in wichtigen Aspekten. Wenn eine Überzeugung erschüttert wird und keine neue da ist, kann es sein, daß Leute tagelang wie im Nebel umherlaufen. Deshalb ist es wichtig, daß eine neue Überzeugung schon "in den Kulissen wartet", bevor eine alte Überzeugung für immer geschwächt wird.

 

Auch  ist es sinnvoll, bei Veränderung des Glaubenssystems etwas über den Inhalt zu wissen, damit man sich vergewissern kann, daß die neue Überzeugung positiv formuliert ist, daß es sich um einen Prozeß und nicht um ein Ziel handelt und daß es sich als ökologisch erweisen wird.

 


 

 

10. Die eigene Motivation steigern

nach Alexa Mohl

 

 

 

Variante I

 

1.            Bedeutsame Sache repräsentieren

                „Denke an irgend etwas, was dir im Augenblick sehr wichtig ist. Denke für diese Übung an irgendeine         Sache (im Gegensatz zu einer Tätigkeit), die du unbedingt `haben´     mußt. Finde etwas, daß dich             begeistert.“

 

2.            Unbedeutende Sache repräsentieren

                „Denke an irgend etwas, das für dich nicht wichtig ist. Vergewissere dich, daß du etwas wählst, was            neutral ist, nicht etwas, das dich abstößt. Nimm etwas Banales wie z.B. einen Plastikbecher, einen            Bleistift oder eine Zeitung.“

 

3.            Kontraste untersuchen

                „Finde die Submodalitätsunterschiede zwischen 1 und 2, und mache einen Test, um herauszufinden,            welche von ihnen am stärksten wirken, um die unbedeutende Sache wichtig werden zu lassen.“

                (B achtet auf die Physiologie!)

 

4.            Ökologie-Check vor jeder Veränderungsarbeit

                „Überprüfe, ob es irgendeinen Einwand dagegen gibt, einer bislang unwichtigen Sache mehr Bedeutung    beizumessen. Berücksichtige jeden Einwand vollständig, bevor du Veränderungen vornimmst.“

 

 

Variante II

 

1.            Zwingende, unwiderstehliche Zukunftsvision

                „Denke an eine zukünftige Folge (X), die dein gegenwärtiges Verhalten stark      beeinflußt. Dies sollte eine                angenehme Folge sein.

 

2.            Nicht zwingende, d.h. unverbindliche Zukunftsvision

                „Denke an eine zukünftige Folge (Y) desselben angenehmen Charakters, die dein gegenwärtiges                   Verhalten nicht beeinflußt, und von der du glaubst, daß es nützlich wäre, wenn sie das täte.“

 

3.            Kontrastierende Analyse

                „Vergleiche die zwei Repräsentationen, um die Submodalitätsunterschiede zu     bestimmen. Teste jeden     Unterschied, um zu entdecken, welche Submodalitätswechsel verwendet werden können, um Y
                verlockend oder zwingend zu machen.“

 

4.            Ökologie-Check

                „Überprüfe, ob es irgendeinen Einwand dagegen gibt, daß du Y in eine Folge     umwandelst, die dein          Verhalten in der Gegenwart dahingehend beeinflussen wird, die erwünschte Folge zu erzielen!     Berücksichtige jeden Einwand oder jede Sorge vollständig, bevor du weitergehst.“

 

5.            Übersetzen

                „Verwende die Submodalitätsunterschiede, die du identifiziert hast, um Y in eine Repräsentation   umzuwandeln, die dein Verhalten in der Gegenwart beeinflußt.“

 

6.            Test

                „Prüfe, ob diese Zukunftsrepräsentation dich nun zu dem entsprechenden Verhalten motiviert.“