
Teil 8
Time-Line
Modelle
Inhalte
Die Submodalitäten der Zeit........................................................................... 8.3
Charakteristika zweier typischer Zeitlinien..................................................... 8.4
Zeit und Sprache............................................................................................ 8.5
Verwendung von Zeitformen in der Gesprächsführung................................... 8.6
„Torpedo-Therapie“....................................................................................... 8.7
Entdecke deine Zeitlinie................................................................................. 8.8
Submodalitäten der Zeit
verändern................................................................. 8.9
Time-Line-Reframing..................................................................................... 8.11
Verlockende Zukunft...................................................................................... 8.12
Glaubenssätze und Glaubenssysteme.............................................................. 8.13
Identifizieren von Glaubenssätzen.................................................................. 8.14
Reimprinting.................................................................................................. 8.15
Zukunftsorientierte Arbeit mit Glaubenssätzen............................................... 8.17

Einführung
1. Die Submodalitäten der Zeit
Vergangenheit
- Gegenwart - Zukunft
Repräsentationssystem:
In welchem
Repräsentationssyastem nimmst du deine Zeitlinie zuerst wahr, wie entwickelt
sie sich weiter? Angenommen, du könntest deine Zeitlinie außerdem noch (sehen,
hören, fühlen,..), wie ist sie dann, jetzt?
Ort/Richtung:
z.B.: - von hinten nach vorn; von links nach
rechts, rechts nach links; von oben nach unter; ...
- weit weg / nah
- wo befinden sich im Raum deine
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft?
- in welchem Abstand zu dir befinden
sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft?
- geht die Zeitlinie durch dich
hindurch (assoziiert) oder ist sie außerhalb von dir
(dissoziiert)?
- ist sie über dir / unter dir
(Höhe)?
Form / Gestalt / Ausdehnung
z.B.: - Linie, Bogen, Spirale, parallele Linien,
verschiedene Stränge, Strom, Schleife usw.
- stufenförmig, auf einer Ebene,
Höhenunterschiede
- Leine mit Fotos, Film, Straße,
Strahl, Mikrochip, Maßstab 1:1, Schlauch, Insel im Meer
- begrenzt / unbegrenzt;
unterbrochen / durchgehend
Aussehen
z.B.: - bunt /scharzweiß; hell / dunkel; scharf /
unscharf; transparent / undurchsichtig
- ausgedehnt / gedrängt; klein /
groß; nah / fern
Bewegung:
z.B.: - bewegt / unbewegt; ruckartig / fließend;
Foto / Film; schnell / langsam
Klang:
z.B.: - laut / leise; deutlich / undeutlich; hoch
/ tief; schnell / langsam
Gefühl
/ Geruch / Geschmack:
z.B.: - intensiv / neutral; angenehm /
unangenehm; verbunden / unverbunden; anziehend /
abstoßend; froh / traurig; leicht / schwer;
dicht / luftig; wohlduftend / geruchslos;
geschmackfrei / wohlschmeckend

2. Charakteristika zweier
typischer Zeitlinien
|
|
Durch die Zeit In
der Zeit
westlich östlich
von links nach rechts von
hinten nach vorn
Vergangenheit / Gegenwart /
Zukunft Zeit findet
im Hier und Jetzt statt
vor uns sichtbar /
überschaubar nicht
alles vor uns sichtbar
geordnete Existenz / Zeit
ist flexibel /
Zeitpläne eher wichtig Zeitpläne
eher nicht so wichtig
Erinnerungen normalerweise
dissoziiert Erinnerungen
meist assoziiert
schwierig, im Hier und
jetzt zu bleiben leicht,
sich auf die Gegenwart zu beziehen
Abbildung
aus:
Joseph O´Connor, John Seymour,
Neurolinguistsiches Programmieren: Gelungene Kommunikation und persönliche
Entfaltung, Freiburg i. Breisgau 1992 (VAK-Verlag)

Zeit und Sprache
nach Connirae und Steve Andreas
Die Art und Weise, wie wir zeitlich über Erfahrungen
sprechen, als Vergangenes, Gegenwärtiges oder Zukünftiges, hat große Auswirkung
auf das innere Erleben dieser Erfahrungen.

Übung
Denke
an ein einfaches Problem oder etwas, was dich einschränkt (z.B.
„Prüfungsangst“) und beobachte, wie
du es innerlich repräsentierst (Submodalitäten).
Benenne es.
Lese
(erst leise, dann auch laut) die untenstehenden Sätze und setzte für das Wort
„Problem“ deine eigene innere
Vorstellung ein.
Halte nach
jedem Satz inne und nimm wahr, wie sich dein inneres Erleben jeweils
verändert.

„Ich werde
dieses Problem haben.“ („Ich
werde Prüfungsangst haben.“)
„Ich habe dieses Problem.“ („Ich habe
Prüfungsangst.“)
„Ich hatte dieses Problem.“ („Ich hatte
Prüfungsangst.“)
Nimm
dir nun Zeit, an einen passenden Ressourcezustand zu denken (z. B. „innere Ruhe“).
Achte darauf,
wie sich die Submodalitäten deiner inneren Repräsentation dieser
Ressource verändern, je nachdem,
welche Zeitform du verwendest.

„Ich hatte diese Ressource.“ („Ich hatte innere
Ruhe.“)
„Ich habe diese Ressource.“ („Ich habe innere
Ruhe.“)
„Ich werde diese Ressource haben.“ („Ich werde innere Ruhe haben.“)
Variante
Gehe die Schritte bis mit der Verlaufsform durch und registriere die Unterschiede:
Ich werde gerade dieses
Problem haben.
Ich habe gerade dieses Problem.
Ich hatte gerade dieses Problem.
Ich hatte gerade diese Ressource.
Ich habe gerade diese Ressource.
Ich werde gerade diese Ressource haben.

Verwendung von Zeitformen in der Gesprächsführung

"Sie erzählen mir also, daß Sie jedesmal eifersüchtig wurden, wenn Ihre Frau sich mit einem
anderen Mann unterhielt? Habe ich Sie
richtig verstanden, daß Sie das getan
hatten?"
"Also, erzählen Sie mal, wann werden Sie eifersüchtig?"
Schon während eines „rein informativen“ Gesprächs kann der
Berater mit Hilfe der Zeitformen dem Klienten helfen, seine Erfahrungen
nützlich zu sortieren. ist.
Imperfekt: "Sie stritten mit ihr".
Das Imperfekt
hilft, von einem vergangenen Problem zu dissoziieren.
Plusquamperfekt:
„Sie hatten mit ihr gestritten“.
In dieser
Zeitform ist das "Sie" assoziiert in der Gegenwart und denkt an ein
Ereignis in der Vergangenheit, welches früher als ein anderes Ereignis
in der näherliegenden Vergangenheit stattfand. Dieses liegt sozusagen zwischen
dem Sprecher und dem Ereignis und steigert
dadurch die Dissoziation.
Perfekt: „Sie haben mit ihr gestritten.“
Das Perfekt
bezieht sich auf ein vergangenes Ereignis, das in die Gegenwart reichen kann
oder nicht. Diese Zweideutigkeit ist als Zwischenschritt nutzbar, um den
Rapport zu halten und in kleinen Schritten vom Problem zu dissoziieren.
("Demzufolge
haben Sie sich bis jetzt inkompetent gefühlt ...").
Präsens: „Wann fühlen Sie sich selbstbewußt?“
Die
Gegenwartsform lädt ein, sich in den angesprochenen Zustand
hineinzuassoziieren.
Um jemand noch
vollständiger in eine Ressource zu bringen, kann zusätzlich die Verlaufsform verwendet werden: "Und
Sie fühlen gerade jetzt dieses
Selbstbewußtsein, während Sie sich
einfach wahrnehmen.“
Zukunft II: "Ich werde mit ihr gesprochen haben".
Der Sprecher
orientiert sich in die entfernte Zukunft, aus deren Blickwinkel er auf ein
"vergangenes" Ereignis zurückschaut, das im Moment des Sprechens noch
gar nicht stattgefunden hat. Da Vergangenes häufig als real empfunden wird, ist
die Verwendung dieser Zeitform im beratenden Kontext hoch interessant.
"Nachdem
Sie also dieses Problem gelöst haben
werden, werden Sie die positiven
Resultate bemerkt haben, die Sie
durch diesen Wechsel erreichten?"

"Torpedo-Therapie" nach Richard Bandler

"Wie wird es
sein, wenn Sie diese Veränderung durchlaufen haben ... jetzt ... in der Zukunft ..., wenn Sie zurückschauen
und sehen, wie es war, dieses Problem gehabt zu haben ..., und wenn Sie nun darüber nachdenken,
hier, während Sie in diesem Raum sitzen?"
Bandler geht
davon aus, daß ein ungelöstes Problem assoziiert in der Gegenwart erlebt wird.
(1) Der erste Schritt in Richtung Veränderung
besteht darin, dissoziiert an die gewünschte Zukunft
zu denken. Ich sehe mich ressourcevoll in der Zukunft handeln.
(2) Nun dissoziiere ich mich vom gegenwärtigen
Problem und assoziiere in die Position des zukünftigen
ressourcevollen Selbst.
(3) Aus diesem günstigen Ausgangspunkt sehe ich
das alte Problemverhalten in der abgeschlossenen
Vergangenheit.
(4) Nun bringe ich das zukünftige
"Jetzt" mit dem gegenwärtigen "Jetzt" zusammen, ich
erleben so die Ressourcen in der
Gegenwart und betrachte das Problem als etwas Vorübergegangenes der Vergangenheit.
Eine weitere Variante:

"Wenn Sie diese Veränderung für sich selbst
bewerkstelligen könnten ..., so daß
Sie mit diesem alten Verhalten aufhören
könnten, das Sie gewöhnlich taten
... nachdem Sie diese Veränderung
schon durchlaufen haben, sehen Sie sich selbst, wie Sie sind ... jetzt ... mögen Sie, was Sie
sehen?"
Übungen
mit der Zeitlinie
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Entdecke deine Zeitlinie
Nimm eine alltägliche Handlung wie Kaffee kochen, Zähne
putzen, Anziehen, Duschen oder ähnliches.
1. Vergangenheit
Erinnere dich (oder tu einfach so, als könntest du es)
daran, als du
- heute morgen
Kaffe gekocht hast
- vor einer
Woche Kaffes gekocht hast
- vor einem
Jahr.....
- vor fünf
Jahren.....
- vor zehn
Jahren.....
Tu jetzt so, als könntest du diese Erinnerungen alle
gleichzeitig wahrnehmen:
Woran merkst du, daß eine Erinnerung älter ist, als die
andere?

Nützliche Fragen:
Befinden sich diese Erinnerungen alle an
derselben Stelle oder sind sie eher an verschiedenen
Stellen oder in einer unterschiedlichen
Entfernung?
Sind sie alle in der gleichen Helligkeit
/ Farbe usw.?
Gibt es etwas zu hören, und wenn ja, ist
es laut/leise, von derselben Klangqualität usw.?
Hast du zu allen das gleiche Gefühl / ein
unterschiedliches / gar keines?
2. Zukunft
Stell dir vor (oder tu einfach so, als könntest du es), wie
du
- morgen Kaffe
kochen wirst
- in einer
Woche Kaffe kochen wirst
- in einem
Jahr.....
- in fünf
Jahren.....
- in zehn
Jahren.....
Tu jetzt so, als könntest du dieses alles gleichzeitig
wahrnehmen:
Woran merkst du, daß eine Situation weiter in der Zukunft
liegt, als die andere?
3. Die gesamte Zeitlinie
Tu so, als ob du nun alle diese Situationen aus Zukunft und
Vergangenheit auf einmal wahrnehmen könntes:
Woran merkst du, daß eine Situation vergangen und die
andere zukünftig ist?
Was ist der entscheidende Unterschied in den Submodalitäten
(VAKOG) von Vergangenheit und Zukunft?
4. Male deine Zeitlinie auf!

Submodalitäten der Zeit verändern
1. Verändere
die charakteristischen Submodalitäten deiner Zeitlinie
Entdecke dabei, wie das deine Gefühle und
Wahrnehmungen ändert. Stelle sicher,
daß du zu deiner ursprünglichen
Zeitlinie zurückkehren kannst.
Wie
wirkt sich die Veränderung jeweils aus? Welche Submodalitäten machen den
größten Unterschied?

Verändere - Richtung
- Ausdehnung
- Form
- Anordnung von Vergangenheit und Zukunft
- assoziiert bzw. dissoziiert sein mit der
Zeitlinie
V: -
Farbigkeit
- Helligkeit
- Schärfe
- Größe / Entfernung
A: - Klänge/Geräusche/Stimmen
- Lautstärke/Tonhöhe/Musikuntermalung
K: -
Intensität/Qualität deiner Gefühle dazu
O: -
Geruch
G: -
Geschmack
Wie verändert das deine Wahrnehmung? Womit würdest
du dich wohler fühlen als vorher?
In welchen Situation könnte dir diese Veränderung wie nützlich sein?
Wenn du eine veränderte Zeitlinie beibehalten möchtest, setze
einen Zeitrahmen als Probezeit fest (Ökologie!!) bzw. bestimme einen
Kontext, wo du diese Variante als Wahlmöglichkeit
zur Verfügung haben möchtest.
2. Probiere
die Submodalitäten aus, die ein anderer in seiner Zeitlinie benutzt
Wie verändert das deine Wahrnehmung/dein Gefühl?
Stelle sicher, daß du wieder zu deiner ursprünglichen
Zeitlinie zurückkehrst (Ökologie).
3. Probiere
die vollständige Zeitlinie eines anderen aus
Wie verändert das deine Wahrnehmung?
Stelle sicher, daß du wieder zu deiner ursprünglichen Zeitlinie
zurückkehrst (Ökologie).
4. Erforsche
Vor- und Nachteile bestimmter Zeitrepräsentationen in bestimmten Kontexten
Probiere aus, wie deine eigene Repräsentation der Zeit in
verschiedenen Kontexten ist.
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z.B.: Als ich einmal
deprimiert, sehr beschäftigt und erfolgreich, völlig entspannt im Urlaub, verliebt usw. war.
Welche Unterschiede in den Submodalitäten deiner Zeitlinie
kannst du feststellen, und zu welchen
Reaktionen führen sie?
5. Experimentiere
mit den Submodalitäten der Zukunft

- Wie ist es
für dich, wenn sie sehr nah und sehr detailliert oder wenn 10 Jahre später
nur einen winzigen
Schritt von dir entfernt sind?
- Wie ist es, wenn sie sehr weit ausgedehnt und unscharf ist?
- Wie, wenn die nächsten Tage sehr deutlich und nah, alle spätere
Zukunft eher unklar
und
weit weg ist (oder umgekehrt)?
- Wenn der heutige Tag ausgedehnt ist bis zur Eingangstür, die
nächste Woche bis auf
die Straße reicht usw.?
- Wie, wenn sie dunkel und klein oder hell, groß und glänzend ist?
.... usw.
- Wie, wenn du für jeden Wunsch, den du hast, ein Symbol in der
Zukunft installierst?
Welche Reaktionen lösen die einzelnen Varianten bei dir aus,
was könntest du mit einer solchen
Zukunftsrepräsentation gut, was weniger gut tun?
6. Spiele
mit den individuellen und (sub-)kulturellen Unterschieden
Wie mag wohl die Zukunft eines dynamisch-optimistischen, wie
die eines Ach-es-hat-
doch-alles-keinen-Zweck-Typs
gestaltet sein?
Wie die eines zukunftsorientierten Managers / eines No-Future-Typen,
eines Hippies /
eines Archivars, Zukunftsplaner /
Punk, eines Pedanten / notorisch Unzuverlässigen?
Wie mag die Timeline eines Schizophrenen aussehen?
Wie die einer Nonne, eines Globetrotters, die eines Beduinen
usw. im Vergleich zu der
eines Deutschen?
usw.

Time-Line-Reframing
nach R.
Dilts / T. Epstein
Identifiziere eine oder
mehrere negative oder problematische Erfahrungen aus deinem Leben.
Nehme eine disoziierte Position ein, von der aus du deinen Lebensweg als Ganzes
sehen kannst
und gehe folgende Schritte mit jeder dieser negativen Erfahrungen durch:
1. Während du dir diese negative Erfahrung anschaust, frage dich,
was noch schlimmer gewesen wäre
als das, was du tatsächlich erlebt hast. Möglicherweise relativiert das deine Einschätzung des Erlebnisses.
2. Finde positive Resultate, die gleich, vielleicht aber auch erst
sehr viel später aus diese zunächst
negativen Erfahrung erwachsen sind. Vielleicht wären einige sehr wichtige Dinge in deinem Leben nie passiert,
hättest du nicht vorher dieses Negativ-Erlebnis gehabt. Manchmal hilft es, positive Erlebnisse zu nehmen
und bis dahin zurückzuverfolgen, wo sie von dieser
unangenehmen Erfahrung verursacht worden sind
(Kontextreframing).
3. Finde die positive Absicht hinter dem negativen Ereignis. Selbst
wenn ein einzelnes Ereignis
negativ ist, kann die Intention hinter dem anscheinend negativen Verhalten oder der unangenehmen Situation
dennoch sehr positiv sein. Z.B. kann die positive Absicht von Krankwerden den Sinn haben, einen ungesunden
Lebensstil zu stoppen oder
Aufmerksamkeit von anderen zu erhalten (Bedeutungsreframing).
4. Finde die positive Bedeutung der negativen Erfahrung. Ein
Erlebnis, dasauf der einen Ebene
negativ ist, kann auf einer anderen Ebene eine ganz andere, positive Bedeutung haben. Vielleicht bedeutet, daß du
Probleme auf dereinen Ebene hast, lediglich, daß du gleichzeitig auf einer anderen Ebene ein anderes Problem
gelöst hats. Die Tatsache,
daß du etwas problematisches durchmachen mußtest, kann auch heißen, daß du kompromißlos - auch dir selbst
gegenüber - an bestimmten essentiellen Werten festgehalten
hast (neurologische Ebenen!).
5. Finde bei der ganzen Geschichte deinen Humor wieder.
Nachdem du alle diese
Reframings mit den einzelnen negativen Erfahrungen gemacht hast, assoziiere
dich in deine Zeitlinie in diese Erfahrungen hinein und erlebe diese mit deinen
neugewonnenen Einsichten erneut. Wie hat sich dein Erleben jetzt verändert?

Verlockende Zukunft
1. Zielfindung
Finde ein Ziel, das du z.B. in fünf Jahren erreicht haben möchtest.
Überlege dir dabei, wer du dann sein willst, in welchen Bereichen du was tun bzw. nicht tun möchtest, wie und mit wem du leben möchtest, was für dich gut ist, usw. Achte auf die Kriterien der wohlgeformten Zielbestimmung.
2. Visualisation: dissoziiertes
Selbstbild
Mache dir jetzt ein inneres Bild von diesem Bild, so daß du dich von außen sehen kannst. Soll und kann daran noch etwas verbessert werden (Submodalitäten)?
3. Plazieren des Zielbildes auf
der Timeline
Vergegenwärtige dir deine Zeitlinie. Wo möchtest du nun dieses Zielbild einpflanzen? Nimm die Stelle, bei der fühlst/meinst, daß es genau richtig ist.
Assoziiere hinein und überprüfe, ob alles in Ordnung ist.
4. Dissoziation
Gehe in die Dissoziation und überprüfe, ob noch etwas fehlt. Wenn ja, schicke die fehlenden Ressourcen dorthin, verbessere die Submodalitäten usw. Assoziiere erneut hinein und überprüfe „von innen“, ob jetzt alles stimmt.
5. Zusätzliche Ressourcen
Aus der Dissoziation: Was brauchst du jetzt noch, um dein Ziel wirklich zu erreichen?
Finde auf der Zeitlinie nun all die Ressourcen, die noch wichtig sind und ankere sie. Verteile sie nun da, wo du sie brauchen kannst (Anker aktivieren).
Überprüfe: Fehlt noch etwas? Wenn ja: Wiederhole den Vorgang.
6. Gegenwarts-Perspektive
Aus der Gegenwart: Wie lockt dich deine Zukunft, wie stärkt dir deine Vergangenheit dabei den Rücken, wie gibt dir all das dir in der Gegenwart eine Richtung? (Überprüfung)
7. Future Pace

Glaubenssätze und Glaubenssysteme
Glaubenssätze
sind Generalisierungen über eine Beziehung zwischen Erfahrungen.
Meist
enthalten Glaubenssätze Aussagen über eine Ursache-Wirkungs-Beziehung (A ® B) oder eine Äquivalenz-Beziehung ( A
= B bzw. A ¹ B).
Glaubenssätze
basieren nicht notwendigerweise auf einer logischen Struktur: Sie sind nicht
entstanden, um mit der Realität übereinzustimmen. Weil wir nicht wirklich
wissen, was real ist, müssen wir uns Glaubenssätze formen.
Formen von
Generalisierungen sind:
? Verallgemeinerung über kausale Beziehungen
Was glauben Sie, hat Krebs
verursacht?
Haben Sie keinen Erfolg, weil Sie ein "Versager"
sind?
? Verallgemeinerungen über
Bedeutungs-Beziehungen
Bedeutet Krebs, daß ich ein schwacher Mensch bin?
Bedeutet Problem in der Firma, daß ich es nicht verdiene,
Erfolg zu haben?
? Verallgemeinerungen über Grenzen
Möglichkeit / Unmöglichkeit.
? Verallgemeinerungen über Identität
Wer bin ich? Wozu bin ich fähig / was kann ich?
Themen, die
mit Glaubenssätzen verbunden sind:
? Hoffnungslosigkeit (Glaubenssatz über das
Ergebnis) - mangelnde Zielerwartung
Ein Teil der Person will die Veränderung nicht.
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“Es ist nicht möglich, von AIDS zu genesen.”
? Hilflosigkeit - mangelnde
Selbstwirksamkeitserwartung
Die Person weiß nicht, wie sie eine Repräsentation einer Veränderung
schaffen soll.
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“Andere können es, aber ich besitze diese Fähigkeiten nicht.”
? Wertlosigkeit
Die Person gibt sich nicht die Chance zur Veränderung.
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“Es ist möglich und ich könnte es, aber ich verdiene es
nicht.”
"Ich kann das nicht machen, weil ich dann nicht länger
ich selbst wäre."
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Identifizieren von Glaubenssätzen
Glaubenssätze sind für die Betroffenen oft schwer zu identifizieren, weil sie so sehr ein Teil ihres täglichen Erlebens sind, daß es schwierig ist, einen Schritt zurückzutreten und sie klar zu identifizieren.
Einschränkende Glaubenssätze werden oft in einer Weise formuliert, die das Meta-Modell verletzen:

Modaloperatoren "Ich darf mich nicht
gehen lassen."
Tilgungen „Es ist so
sinnlos.“
Generalsierungen "Niemand liebt mich."
Ursache-Wirkungs-Struktur
"Wenn ich nicht bete, werde ich
bestraft" usw.
Ein weiterer Hinweis auf einen einschränkende Glaubenssatz kann sein, wenn man schon lange erfolgslos versucht hat, sich zu verändern. Dafür nützliche Fragen:
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"Was bedeutet das, was sagt das über Sie aus, daß Sie sich nicht verändern konnten?"
"Was wollen Sie stattdessen, was hält Sie davon ab, es zu bekommen?"
Transderivationale Suche:
Gefühle / Symptom ankern und damit auf die Suche gehen, zurück zu dem Erleben, das die Grundlage zu dem Glauben gelegt hat.
Fallen bei der
Identifizierung von Glaubenssätzen:
(1) Fische im Traum
Als Helfer tendiert man dazu, bei anderen Menschen Beweise für seine eigenen Glaubenssätze zu finden. Ein NLP-ler könnte sagen:
"Sind Sie sich sicher, daß Sie nicht auf unbewußter Ebene ein Bild haben?"
(2) Der rote Hering
ist eine falsche Spur, um damit einen Teil zu schützen, der nicht entdeckt werden will.
(3) Nebelwand
Glaubenssätze sind oft hinter einer Nebelwand versteckt, besonders, wenn sie mit der Identität zusammenhängt. Menschen "nebeln" sich oft gerade dann weg, wenn man an etwas wirklich Wichtiges herankommt. Indem man Glaubensstruktur abspaltet und dissoziiert, schützt man sich vor der Konfrontation damit.

Reimprinting
nach Robert Dilts
Eine Prägung ist eine signifikante Erfahrung oder Sequenz von Erfahrungen aus der Vergangenheit, in welcher ein Mensch einen Glaubenssatz oder eine Gruppe von Glaubenssätzen gebildet hat. Eine Prägungserfahrung beinhaltet häufig auch das unbewußte Modellieren signifikanter Anderer. Ressourcen müssen gefunden werden, die notwendig sind, die Glaubenssatz zu verändern und die bestehenden Rollenmodelle zu revidieren.
A. Identifizieren des Glaubenssatzes
1. Identifiziere das spezifische Symptoms
Das spezifische Symptom ist psychischer und physischer Ausdruck von Einschränkungen, die von einem Glaubenssatz oder einem ganzen System von Glaubenssätzen verursacht sind. Zumindest bei Kernglaubenssätzen ist es häufig mit dem Gefühl einer Sackgasse verbunden.
2. Transderivationale
Suche
Fordere den Klienten auf, das Symptom zu fokussieren. Manchmal ist es wichtig, dafür sein Einverständnis einzuholen, da mit den Symptomen oft sehr negative Gefühlen verbunden sind. Die meisten Menschen wollen Symptome vermeiden. Begrenzungen lösen sich jedoch nicht auf, indem man sie vermeidet.
Lasse den Klienten in die Timeline hineinassoziieren (derZukunft zugewandt) und langsam zurückgehen, bis er die früheste Erfahrung des Gefühls / des Symptoms erreicht. Lasse Klienten im assoziierten (regredierten) Zustand verweilen und fordere ihn auf, Verallgemeinerungen und Glaubenssatz verbalisieren, die er aus der betreffenden Erfahrung abgeleitet hat.
3. Lokalisieren einer Perspektive, die vor der prägenden Erfahrung liegt
Lasse den Klienten einen Schritt rückwärts in eine Zeit gehen, die vor der ursprünglichen Prägungserfahrung liegt.
4. Metaposition
Bitte nun deinen Klienten, die Timeline zu verlassen, zur Gegenwart zurückzukehren und auf die Prägungssituation aus der Metaposition zurückzublicken. Bitte den Klienten, sich vor Augen zu führen, welche Auswirkung die Prägung auf sein Leben gehabt hat. Lasse den Klienten auch alle anderen Verallgemeinerungen und Glaubenssatz verbalisieren, die infolge der Prägunserfahrung entstanden sind (Glaubenssätze entstehen oft nach dem "tatsächlichen Vorfall")
B. Die Neuprägung
5. Identifizieren der positiven Absicht
Suche die positive Absicht oder den sekundären Gewinn der Symptome oder Reaktionen zur Zeit der Prägung. Welche signifikanten Anderen haben bei der Prägung eine Rolle gespielt. Suche auch nach der positiven Absicht in deren Verhalten (eventuell durch Hineinassoziieren in die Person, um die Situation aus deren Perspektive wahrnehmen zu können).
6. Identifizieren und Transferieren von Ressourcen
Für alle an der Prägungserfahrung beteiligten Personen gilt:
a) Identifiziere die Ressourcen und Wahlmöglichkeiten, die die Betreffenden damals benötigt hätten, jedoch nicht hatten und die dem Klienten jetzt zur Verfügung stehen. Lasse den Klienten an der Stelle in die Zeitlinie treten, an der die Ressourceerfahrung am stärksten ist und ankere die Physiologie. Die Ressource sollte auf richtiger logischer Ebene sein.
b) "Übertrage" die Ressource auf den signifikanten Anderen, zum Beispiel in der Vorstellung eines Lichtstrahls, der über die Zeitlinie zurück in die andere Person eingeleitet werden kann. Achte darauf, wie die Ressource die Dynamik des ganzen Systems verändert. Passe die Ressource an oder erweitere sie, falls nötig.
c) Lasse den Klienten, während du den Ressourceanker hältst wieder von der Zeitlinie heruntertreten und in die Prägungserfahrung zurückgehen und in die Position der Person gehen, die die Ressource benötigte. Leite ihn an, die Prägungserfahrung aus Sicht dieser Person neu zu erleben.
d) Bitte den Klienten, die Zeitlinie wieder zu verlassen und die Verallgemeinerungen entsprechend seiner neugewonnenen Sicht der Erfahrung zu aktualisieren bzw. zu korrigieren.
Wiederhole diese Prozedur mit allen signifikanten Personen, die an der Prägungserfahrung beteiligt waren.
7. Rückkehr in die Gegenwart
Bitte den Klienten die wichtigste Ressource, den wichtigsten Glaubenssatz zu nennen, den er seiner Meinung nach benötigt hätte. Ankere diese Ressource und nehme sie mit auf den Punkt auf der Zeitlinie, der vor der Prägungserfahrung liegt. Lasse den Klienten diese Ressource in sein jüngeres Ich hinein nehmen, mit dieser Ressource den ganzen Weg der Zeitlinie bis zur Gegenwart zurücklegen und die Veränderungen erfahren, die durch die Neuprägung zustande gekommen sind.

Time-Line
Zukunftsorientierte
Arbeit mit Glaubenssätzen
Quelle: Robert Dilts
Hoffnungslosigkeit,
Hilflosigkeit sowie Wertlosigkeit sind die am meisten verbreiteten Ursachen für
einschränkende Überzeugungen. Genau diese Bereiche werden mit den folgenden
Glaubenssätzen positiv beeinflußt.
1. Beschreibe ein persönliches Ziel, an dessen
Verwirklichung du aber aus irgendeinem
Grund noch nicht glauben kannst.
(Z.B. Gesundung von einer schweren
Krankheit, für die es aus „jetziger Sicht“ keine
Aussicht auf Heilung gibt)
Beschreibe in einem Satz das bereits
„erreichte“ Ziel (Ziel-Belief) nach dem Muster der wohlgeformten Zielbestimmung.
2. Psychogeographie aufbauen (Time-Line mit V.
- G. - Z., sowie Zielposition, Metaposition, Hier und Jetzt)
3. Gehe drei Schritte in Richtung Ziel, jeder
Schritt verbunden mit einem Glaubenssatz. Sag die nachfolgend beschriebenen Belief´s während des jeweiligen Schrittes
mit kräftiger Stimme.
A) 1. Schritt verbunden mit dem Satz „Es
ist möglich ... (Ziel-Belief)“
B) 2. Schritt verbunden mit dem Satz „Ich
habe die Fähigkeit ... (Ziel-Belief)“
C) 3. Schritt verbunden mit dem Satz „Ich
bin es wert ... (Ziel-Belief)“
Wenn bei einem der Schritte in Richtung Ziel
ein „Hindernis“ auftaucht, welches ein
Weitergehen unmöglich macht, tritt
aus deiner Time-Line heraus und identifiziere aus der Meta- Position Ressourcen aus deinem bisherigen
Leben. Begib dich an den Platz deiner Time-Line,
wo du die Ressource am stärksten
erleben kannst und bringe oder schicke (evtl. in
metaphorischer Form) die Ressourcen
an die jeweils erforderliche Stelle.
Empfange und erlebe nun an der Stelle des
„Hindernisses“ die Ressource und mache erneut den Schritt in die Zukunft, verbunden mit dem Belief.
4. Erreichen und Erleben des Zielzustandes
5. Wende dich aus der Ziel-Position in Richtung
Vergangenheit und blicke auf deine Time-Line zurück.
Gibt es noch Möglichkeiten, diesen gewünschten Zielpunkt schneller, effektiver
oder leichter zu erreichen?
Wenn ja: Finde, wie in Punkt drei, die
dafür nötigen Ressourcen und bringe sie an die
gewünschte Stelle deiner Time-Line.
6. Gehe einen weiteren Schritt in die Zukunft.
Was wird jetzt, wenn das Ziel erreicht ist,
möglich? Erlebe den Effekt aus der
Verwirklichung deines Zieles.
7. Nimm die Lernerfahrung mit in deine
Gegenwart.